Dösende Möwen (Claudia Brendler)

möwen

Broschiert: 352 Seiten
Verlag: Knaur TB (3. März 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426515148
ISBN-13: 978-3426515143

Darfs ein bisschen Meer sein? 
Die Schauspielerin Clara, engagiert für die Bordbühne eines Kreuzfahrtsschiffs, trifft auf eine Crew am Rand des Nervenzusammenbruchs, einen liebeskranken Kapitän und eine Horde eigenwilliger Gäste aus allen deutschen Bundesländern. Als einige Crewmitglieder von ihrer Vergangenheit eingeholt werden, bricht nicht nur die Spaßversorgung an Bord zusammen. Selbst die Nordmeerwale, die Human-Watching betreiben, sind fassungslos.

Das Chaos herrscht überall

Clara Tümmler, Studentin der Schauspielschule, hat ein Verhältnis mit ihrem Dozenten für Sprecherzeichung und Theaterwissenschaft. Dr. Adrian Steinhöfer leidet an sexuellem Fetischismus – er fährt auf das „arglose O“ oder das „scheue E“ sowie das „ordinäre Ö“ ab. Indem Clara Liebesmonologe rezitiert die sich anhören wie „Oh Sonne, thronst so wolkenlos“ bedient sie seine Neigung.

Eigentlich würde sie ihm gerne den Laufpass geben aber Dr. Steinhöfer ist in zweierlei Hinsicht wertvoll für Clara: Zum einen ist er in ihrer Prüfungskommission, zum anderen hat er versprochen ihr einen Termin zum Vorsprechen am Wiener Burgtheater zu besorgen.

Gerade zur rechten Zeit erhält Clara einen Anruf von Valentin Lübers, seines Zeichens Kulturmanager auf einem Kreuzfahrtschiff, der ihr ein Engagement auf der „Flotten Flotte“ anbietet. Der Haken an der Sache, es geht schon morgen los und so nebenbei gibt es noch das mikroskopisch kleine Problem, daß sie ihren hirnrissigen Text bis zum Abend können muss denn da findet die Premiere statt.

Um Dr. Adrian Steinhöfer aus dem Weg zu gehen, sagt Clara zu……

Mein Fazit:

Neben Clara Tümmler (Künstlername Abraham) tümmeln sich auf dem Schiff noch ihr pfälzischer Bühnenpartner Peachy the Peacock, der Kulturmanager Valentin Lübers, der eigentlich mit Herz und Seele Magier ist, Zeichenlehrer Simon Weyden, der unerlaubterweise seine Kabine mit einer Wasserschildkröte namens Jane teilt, Sunny, die Ballett-Tänzerin, Gesine die Esoterikerin sowie der norwegische Reiseleiter namens Johansen. Alle haben sie eines gemeinsam – sie haben irgend eine Leiche im Keller.

Neben den Hauptakteuren dürfen natürlich der Kapitän und die Reiselustigen nicht fehlen, ebenso wie DJ Blauwal und Mr. Beach sowie Laxnor der Schamane.

Vom Zeitpunkt des Ablegens im Hamburger Hafen bis zum Wiederanlegen geht es auf diesem Schiff einfach nur chaotisch zu. Es passt nix, aber auch gar nix. Die Bühnenshow ist ein schlechter Witz, die Landgänge fallen aus oder werden „umgeleitet“, das Aktionsprogramm auf dem Schiff ist auch alles andere als ansprechend und für mich wäre das hier so eine klassische Reise nach der man jeden Cent des Reisepreises wieder zurück verlangen könnte incl. einer Forderung nach Schadensersatz wegen Körperverletzung.

Das Buch ist ganz sicher humorvoll geschrieben – wenn man diese Art von Humor mag. Meinen humoristischen Nerv hat es leider ganz und gar nicht getroffen.

Schade.

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