Ein neuer Himmel (Margit Steinborn)

Wie viel Leid kann ein einzelner Mensch ertragen?

Seit der Reichskristallnacht im November 1938 haben sich die gewalttätigen Übergriffe gegen Juden verschärft. Erst hat Hannah Rosenberg ihre Arbeit als Musiklehrerin verloren, dann wurde ihr auch noch die Wohnung gekündigt. Auf Drängen ihrer mütterlichen Freundin Agnes verlässt Hannah Berlin, gemeinsam mit ihrer 3jährigen Tochter Melina. Im Gepäck hat sie die Adresse einer Franziska Berger in Erlenthal, einem kleinen Dorf in der Nähe von Würzburg, wo sie nach Aussage ihrer Freundin Agnes Arbeit und Unterkunft finden kann. Leider ist Frau Berger verstorben und ihr Sohn hat den Hof verkauft.

Die Gastwirtin aus Erlenthal rät Hannah auf dem Sandnerhof nach Arbeit zu fragen, wo man sie tatsächlich mit offenen Armen aufnimmt.

Die Sandners wissen um Hannahs Abstammung und sie versuchen so gut es geht nach außen hin zu verbergen, dass auf ihrem Hof eine Jüdin mit ihrer Tochter lebt. Das gelingt auch weitestgehend, aber auch auf dem abgeschiedenen Hof sind die Beiden nur eine bestimmte Zeit lang sicher, denn der neue Bürgermeister ist ein Nationalsozialist.

Seit seiner Trennung von Hannah legt Rechtsanwalt Dr. Peter Hagen eine steile Karriere im Reichssicherheitshauptamt hin. Während Hannah und Melina sich auf dem Sandnerhof vor dem immer größer werdenden Judenhass verstecken, arbeitet er sich bis zum Leiter des Ressorts „Enteignungen von Juden“ hoch. Er ist für die „Umsiedlung“ ins Vorzeige-Ghetto Theresienstadt zuständig und weiß lange Zeit nicht, was (dort) tatsächlich mit den Juden passiert, die ihres Hab und Guts enteignet wurden.

Manchmal denkt er noch an Hannah und fragt sich, wie es ihr wohl in den letzten 3 Jahren ergangen sein mag. Da die Trennung und Hannahs Schwangerschaft sich überschnitten haben, weiß er nichts davon, dass er eine Tochter hat.

Die Jahre vergehen und sowohl Hannah und Melina, als auch Peter, werden in einen Krieg hineingezogen, der an Grausamkeit nicht zu überbieten ist; nur stehen diese Menschen auf unterschiedlichen Seiten. Leider merkt Peter erst viel zu spät, dass er einen Pakt mit dem Teufel eingegangen ist……


„Ein neuer Himmel“ ist der Auftaktroman zur „Eine neue Hoffnung“-Reihe und gleichzeitig das Debüt der Schriftstellerin Margit Steinborn. Auf 464 Seiten, aufgeteilt in 2 Teile und 110 Kapitel, umfass die Geschichte die Jahre 1932 bis 1952.

Hannah erlebt am eigenen Leibe, wie es Juden ab dem Jahr 1938 erging. Sie verliert ihre Arbeit, ihre Wohnung und letztendlich flüchtet sie mit ihrer kleinen Tochter aus ihrer Heimat Berlin, um auf dem Sandnerhof in Erlenthal erleben zu dürfen, dass es doch noch Menschlichkeit gibt.

Sie finden auf dem Sandnerhof ein neues Zuhause und in Friedrich und Klara Sandner sowie Konrad, Annie, Maria, Hans und David eine neue Familie und in Pfarrer Simon Petersen einen Freund und Unterstützer. Aber auch sie können Hannah nicht den ganzen Krieg hindurch verstecken und so kommt der Tag, an dem Hannah und Melina den Sandnerhof verlassen müssen. Ich möchte hier nicht spoilern, deswegen schreibe ich nichts darüber, was den Beiden dann widerfahren ist, ich fand es stellenweise sehr schwer zu ertragen.

Hannah und Melina sowie all die anderen Menschen auf dem Sandnerhof haben von Anfang an meine Sympathie. Sie leben Menschlichkeit und reden nicht nur davon. Ihnen macht der Krieg schwer zu schaffen, denn die männlichen Familienmitglieder müssen an die Front und ob sie wieder nach Hause kommen, ist offen……

Dr. Peter Hagen erlebt die Zeit nach 1938 aus der Sicht eines angesehenen Juristen der Berliner Gesellschaft. Tatsächlich hat er sich von Hannah getrennt, da es seinem Ansehen, vor allen Dingen aber seiner beruflichen Karriere, geschadet hätte, mit einer Jüdin liiert zu sein. Natürlich muss ein guter deutscher Jurist auch eine deutsche Frau heiraten. Seine große Liebe ist Clarissa jedoch nicht.

Dr. Peter Hagen ist mir jetzt nicht vollkommen unsympathisch. Nein, er hat ein paar gute Charakterzüge, die er aber lange Zeit versteckt. Bei Menschen wie ihm, die direkt an der Basis gearbeitet haben, frage ich mich ob es tatsächlich sein kann, dass man von all den Greueltaten, die durch die Nazis an den Juden begangen wurden, nichts mitbekommen haben kann. Ich kann seine Handlungen nicht entschuldigen, er bekommt irgendwann noch die Kurve – leider aber zu spät.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht zu lesen. Ich habe schon viele Romane über die Zeit des Nationalsozialismus gelesen, das Thema ist ja nicht neu und schon gar nicht für jemanden mit deutscher Herkunft, aber die Geschichte von Hannah und Melina, so wie sie von Margit Steinborn erzählt wird, hat mich wirklich tief berührt.

Das Buch erzählt – neben den Gräueltaten der Nazis – auch von Liebe, Menschlichkeit, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft.

Der geschichtliche Hintergrund der schwärzesten Zeit Deutschlands wird nahtlos mit den Schicksalen verschiedener Menschen verknüpft. Vom Beginn der Judenvertreibung über die „Auslöschung nicht lebenswerten Lebens“ bis hin zur „Endlösung“ werden die Ziele der Nazis in die Geschichte integriert. Besonders die Beschreibungen im Inneren der Konzentrationslager haben mich oft innehalten lassen um mich zu fragen, wie man so etwas ertragen kann. Ich stelle mir aber auch oft die Frage, wie Menschen ihren Mitmenschen so etwas antun können. Es ist ja nicht so, dass die Aufseher in den KZs nur Befehle ausgeführt haben, in den meisten Fällen haben sie diesen Hass gegen die Juden tatsächlich gelebt. Für mich unvorstellbar.

Da es einen 2. Teil gibt, war von vorne herein klar, dass Hannah und Melina die Nazi-Zeit überleben werden, die Schäden an ihren Körpern und ihren Seelen sind jedoch sicherlich nicht so ohne weiteres wieder zu reparieren. Ich bin gespannt, wie es ihnen nach dem Krieg ergeht.

Manche Bücher bringen etwas in mir zum klingen und bleiben lange im Gedächtnis. Dieser Debütroman von Margit Steinborn gehört ganz sicher dazu und ich freue mich auf die Fortsetzung, die schon auf meinem eBook-Reader darauf wartet, gelesen zu werden.

Mit Büchern um die Welt – meine literarische Weltreise 2021

A) Kontinent: Europa

B) Reise von A – Z:

Berlin / Würzburg / Koden / Prag / Rschew / Theresienstadt (Terezin) / Stalingrad (Wolgograd) / Nürnberg / München / Auschwitz (Oświęcim) / Rastenburg / Bergen-Belsen / Florenz / Workuta / Rom

C) Hauptstädte: Berlin (Deutschland) / Prag (Tschechische Republik) / Rom (Italien)

D) Deutschland / Russland / Tschechische Republik / Italien

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Hinter den kleinen Dingen (Daniela Heinen)

Hinter den kleinen Dingen – Existentielle Verse aus dem Alltag heraus

Wer sich, wie ich, gerade in einer schwierigen Zeit befindet, der wird sich in dem einen oder anderen Gedicht aus dem vorliegenden Buch ganz sicher wiederfinden.

Ich mag Gedichte, genau wie Lieder, die das ausdrücken, was ich nicht in Worte zu fassen vermag.

Die Definition des Wortes „Gedicht“ lautet:
Ein Gedicht ist eine bestimmte Art von Text, der Gefühle und Gedanken ausdrückt.

Genau das hat die Autorin Daniela Heinen auf 56 Seiten geschafft – sie hat ihre Gefühle und Gedanken ausgedrückt und das auf eine sehr schöne und ansprechende Art und Weise.

Welche Gedichte mir gefallen, ist abhängig von meiner Tagesform. Aktuell mag ich dieses hier am liebsten:

Wir sind viele Jahre
ganz selbstverständlich
gemeinsam
ins gleiche
Abteil
eingestiegen
und haben
nebeneinander
sitzend
die Reise
bestritten

Heute bietest du mir
kaum mehr den
Stehplatz
vor der offenen
Abteiltür an

Daniela Heinen schreibt Gedichte über Gefühle, sie schreibt an ihre Kinder, sie befasst sich mit Corona, Sehnsucht, Liebe, vergangener Liebe, Wandlungen und vertanen Chancen, ebenso aber auch mit Politik, Autismus und verlorenen Träumen. Sie tut dies schnörkellos und ohne Punkt und Komma. Manchmal nur in wenigen Zeilen, manchmal über mehrere Strophen.

Ganz herzlich möchte ich mich für diesen kleinen Lyrikband bei Dir, liebe Daniela Heinen, bedanken. Hör nicht auf Deine Gedanken nieder zu schreiben, ich empfinde dieses bodenständige als so wertvoll, in einer Zeit, in der Gefühle nicht mehr (oft) gezeigt werden.

Ich habe dieses kleine Buch seit einiger Zeit auf meinem Schreibtisch liegen und ich stöbere jeden Tag darin.

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Die Tierärztin – Große Träume (Sarah Lark)

Belgien – Niederlande – Deutschland zwischen 1906 und 1929

Nellie (Cornelia Van der Heyden) und Phipps (Philipp De Groot) sind Nachbarskinder, sie stehen sich jedoch näher als es Geschwister manchmal tun.

Nellie sammelte schon immer Vögel mit gebrochenen Flügeln ein und behandelte räudige Katzen und Hunde mit selbstgemachter Ringelblumensalbe. Ihr größter Traum ist es Tiermedizin zu studieren und als Tierärztin arbeiten zu können.

Phipps ist Sohn eines Tierarztes und von ihm wird erwartet, dass er in die Fußstapfen seines Vaters tritt und später einmal die väterliche Tierarztpraxis übernimmt. Nichts liegt Phipps jedoch ferner – er hat seine Leidenschaft an anderer Stelle gefunden; er liebt es, Geige zu spielen. Sein größter Traum ist es Musik zu studieren und als Musiker arbeiten zu können.

Beiden ist dieser Weg verschlossen. Für Nellie ist es als Frau zur damaligen Zeit unmöglich Tiermedizin zu studieren, und von Phipps wird erwartet, dass er Tierarzt wird, egal was er selbst gerne möchte. Die beiden finden jedoch einen Weg, ihren Träumen ein Stück näher zu kommen.

Nach dem Abitur wechselt Phipps an die Universität von Utrecht/Niederlande um Tiermedizin zu studieren, während Nellie in der gleichen Stadt die St. Elisabeth School, eine hauswirtschaftlich orientierte Mädchenschule, besuchen soll. Die Beiden treffen sich ein mal in der Woche und Nellie eignet sich das komplette Wissen des Tiermedizin-Studiums an, während Phipps seine musikalischen Fertigkeiten verbessert.

Nach dem Studium/der Schulausbildung kehren die beiden in ihr Heimatdorf Ledegem zurück. Für Nellies Mutter gibt es jetzt nur noch einen Weg, den ihre Tochter gehen muss – sie muss, so schnell es geht, heiraten. Aber auch Phipps soll sich nicht mehr so lange Zeit lassen, denn er braucht eine Frau an seiner Seite, wenn er die väterliche Praxis übernehmen soll. Die Beiden lieben sich nicht, aber sie sind sich sehr zugetan und deswegen heiraten sie. Sie schließen eine Zweckehe mit dem Versprechen, dass sie sich freigeben, sollte die Situation es irgendwann erfordern.

Dann bricht der Erste Weltkrieg aus und Phipps muss als Heeresveterinär an die Front, während Nellie zu Hause die wenigen Tiere der Bauern behandelt, die nicht von den Besatzern rekrutiert wurden. Sie handelt jedoch ohne Wissen und Einverständnis ihres Schwiegervaters, denn noch immer wird es nicht akzeptiert, dass eine Frau den Beruf des Veterinärs ausübt.

Bei einer ihrer Fahrten ins besetzte Kortrjik lernt sie den deutschen Leutnant Walter von Prednitz kennen, dessen Pferd sich bei einem Aufklärungsritt eine tiefe Wunde zugezogen hat. Er erzählt ihr von seiner Schwester, die als eine der ersten Frauen in Deutschland das Studium der Tiermedizin absolviert und bestanden hat.

Als der Krieg vorbei ist, bittet Phipps Nellie, ihn freizugeben, damit er nun endlich seinen Traum verwirklichen kann. Nellie gibt ihn frei und reist nach Berlin, um dort – zusammen mit Maria von Prednitz – ihren eigenen Traum zu verwirklichen ……..


„Die Tierärztin – Große Träume“ ist der 1. Teil der Tierärztin-Saga aus der Feder der Autorin Sarah Lark. Mit 547 Seiten ist das Werk sehr umfangreich und ich war am Anfang ein wenig skeptisch, ob das für einen 1. Teil nicht zu viel sein könnte – nein, war es nicht, zumindest nicht für meine Auffassung.

Die Autorin hat mit Nellie (Cornelia Van der Heyden) und Phipps (Philipp De Groot) zwei wirklich sehr authentische und liebenswerte Charaktere erschaffen.

Nellie ist eine von diesen starken Frauen, die sich – schon lange vor unserer heutigen Zeit – nicht von ihrem Weg haben abbringen lassen. Sie „studiert“ Tiermedizin, übt den Beruf weit besser aus als ihr Mann, der dafür ein abgeschlossenes Studium in der Tasche hat und sie lässt sich auch während des Krieges nicht davon abbringen zu tun, was ihre größte Freude ist – auch wenn das bedeutet, die Tiere der Besatzer zu behandeln und sich damit (nicht nur!) den Zorn der Eltern/Schwiegereltern zuzuziehen.

Phipps gehört eher zu den weichen Menschen. Er geht vielen Unannehmlichkeiten aus dem Weg, er tut das, was seine Familie von ihm erwartet, aber er nimmt damit auch in Kauf, unglücklich zu sein. Die Ehe mit Nellie ermöglicht ihm, nach außen hin den Schein zu wahren.

Auch Walter von Prednitz und seine Schwester Maria hinterlassen einen bleibenden Eindruck bei mir. Walter ist einfach ein sympathischer Mann. Auch wenn er als Deutscher und Nellie als Belgierin im Krieg auf verschiedenen Seiten stehen, behandelt er Nellie stets mit Respekt und Achtung. Er spielt auch nach dem Krieg noch eine bedeutende Rolle in Nellies Leben.

Maria ist ein sehr schwieriger Charakter, sie leidet unter einer Autismus-Spektrum-Störung, was das Zusammenleben und -Arbeiten mit ihr nicht sehr einfach gestaltet. Stets muss auf ihre Befindlichkeiten Rücksicht genommen werden. Aufgrund ihrer Besonderheit und ihrer Liebenswürdigkeit habe ich Maria tief in mein Herz geschlossen. Die vielen anderen Charaktere, die in dieser Geschichte noch mitspielen, wurden ebenso realistisch dargestellt und waren mir mehr oder weniger sympathisch.

Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt flüssig und gut zu lesen und die Geschichte hat mich so fasziniert, dass ich das Buch in kurzer Zeit regelrecht inhaliert habe (lediglich die Rezension zu schreiben hat dann doch etwas mehr Zeit gebraucht).

Auch wenn mir zum Ende hin die Gräfin von Albrechts ein klein wenig auf die Nerven gegangen ist, habe ich dieses Buch wirklich bis zur letzten Seite hin genossen und ich freue mich sehr auf die Fortsetzung „Die Tierärztin – Voller Hoffnung“, die am 30.09.2021 erscheinen wird.

Ich danke der Autorin Sarah Lark, dem Lübbe-Verlag sowie NetGalley für die Überlassung des Leseexemplares.

Mit Büchern um die Welt – meine literarische Weltreise 2021

A) Kontinent: Europa

B) Reise von A – Z: Berlin, Kortrjik (Belgien), Ledegem (Belgien), Utrecht (Niederlande)

C) Hauptstädte: Berlin (Deutschland)

D) Deutschland / Belgien / Niederlande

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Schwesterntod (Eva-Maria Silber / Kirsten Wilczek)

Mord verjährt nie

1987

Die beiden Schwestern Claudia (6) und Susanne Bosmann (8) werden als vermisst gemeldet. Zum letzten Mal wurden die Beiden auf dem Spielplatz vor ihrem Zuhause gesehen, dann verliert sich jede Spur. 3 Tage später findet ein Busfahrer die Leiche von Susanne in einem Gebüsch auf einem Waldparkplatz, die Leiche ihrer Schwester Claudia befindet sich auf einem anderen Ablageplatz, nur wenige Kilometer entfernt. Beide starben keines natürlichen Todes.

Ziemlich schnell geraten die Eltern Heidrun und Roland Bosmann in den Fokus der Ermittlungen und die Mutter verwickelt sich während der Vernehmungen mehr und mehr in Widersprüche. Zudem unterhält sie ein außereheliches Verhältnis mit einem US-Soldaten, der auch noch ein Farbiger ist (was gesellschaftlich zum damaligen Zeitpunkt absolut nicht akzeptabel war), und man unterstellt ihr, dass sie deswegen ihre Kinder los werden möchte. In einem Indizienprozess wird sie des Mordes an ihren beiden Töchtern verurteilt.

Obwohl Heidrun Bosmann immer wieder ihren Mann Roland beschuldigt und beteuert, dass sie ihre beiden Mädchen nicht umgebracht hat, wird auch in einem Wiederaufnahmeverfahren ihre Schuld weiterhin bestätigt.

2010

Auf der Beerdigung ihres Mannes erfährt Marie-Louise Rebell, ehemalige Richterin am OLG Düsseldorf, von Michael Strättges, Staranwalt der Düsseldorfer Szene und langjährigem Freund ihres verstorbenen Mannes, dass es im Fall Bosman eine neue Spur gibt. Angeblich habe Bosmann gegenüber einer Prostituierten gesagt, dass er es war, der vor 23 Jahren seine beiden Töchter „totgemacht“ hat.

Der Fall Bosmann war das erste große Ermittlungsverfahren für Marie-Louise, die gerade frisch von der Uni in die Abteilung „Kapital- und Leichensachen“ bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf kam. Sie war die einzige an den Ermittlungen beteiligte Person, die eine Dritttäterschaft niemals ausgeschlossen hatte und von der Unschuld der Mutter überzeugt war. Aufgrund ihrer Vehemenz wurde sie vom Fall abgesetzt.

Ebenfalls auf der Beerdigung befindet sich die Vorsitzende Richterin des 23. Senats des Oberlandesgerichts Düsseldorf, Frau Dr. jur. Marte Campferbrinck – die Schwester von Marie-Louise Rebell. Da Marte weiß, wie sehr ihre Schwester an die Unschuld von Heidrun Bosmann geglaubt hat, sieht sie hier die Chance, der Frau nach 23 Jahren Gefängnis, doch noch Gerechtigkeit zukommen zu lassen und möchte ein Wiederaufnahmeverfahren einleiten.

Da es nicht so ganz einfach ist Einsicht in die unter Verschluss gehaltenen Akten zu bekommen, gründen die beiden Schwestern eine Hilfsorganisation, die deutsche Sektion von „Judges find Justice“ (Richter für Gerechtigkeit).

Somit steht der erneuten Untersuchung des Falles nichts mehr im Wege und sie gehen alle Aussagen Stück für Stück erneut durch, besichtigen die Leichenfundorte und sprechen noch einmal mit den Familienangehörigen von Roland und Heidrun Bosmann. Unterstützung erhalten sie dabei von Michael Strättges.

Finden die beiden Schwestern 23 Jahre nach der Tat endlich die Wahrheit heraus?

Bei „Schwesterntod“ handelt es sich um einen True-Crime Thriller, der auf den wahren Begebenheiten des Falles der Monika Weimar beruht. Monika Weimar (Mädchenname: Böttcher) wurde in einem Indizienprozess im Jahr 1988 für den Doppelmord an ihren beiden Töchtern verurteilt. 9 Jahre später, 1997, wurde sie in einem Wiederaufnahmeverfahren von der Schuld freigesprochen, im Jahr 1999 jedoch erneut verurteilt.

Die Autorinnen Eva-Maria Silber und Kirsten Wilczek, beide selbst mit dem Justizwesen vertraut, nehmen den Fall Weimar als Grundlage für ihren True Crime-Thriller, das Ende des Buches ist jedoch der Phantasie der Autorinnen geschuldet; Im Fall Weimar ist bis heute das Schicksal der beiden Mädchen nicht geklärt, wogegen in „Schwesterntod“ der wahre Täter durch die Ermittlungen der beiden Schwestern letztendlich gefunden werden kann.

Der Schreibstil der beiden Autorinnen ist gewöhnungsbedürftig. Mal hochgestochen, mal bissig, mal humorvoll, mal juristisch – grob gesagt anstrengend – was mir das Lesen sehr schwer gemacht hat.

Die beiden Schwestern ergänzen sich sehr gut, da sie beide das notwendige Hintergrundwissen haben, um sich in die Aufklärung des Falles zu verbeißen. In ihren permanenten Diskussionen zerren sie die Wahrheit Stück für Stück ans Tageslicht. Der Umgang mit- und untereinander ist jedoch von bissigen Kommentaren geprägt und die beiden Damen schenken sich nix. Auf den ersten 100 Seiten habe ich mehrfach überlegt, ob ich das Buch überhaupt weiterlesen möchte, da mich dieses unsagbare Gezänk einfach nur genervt hat. Einzig der Wunsch die Auflösung des Falles zu erfahren, hat mich bei der Stange gehalten.

Erzählt wird der Fall auf 2 Handlungsebenen. Die Geschehnisse im Jahr 1987 erfährt der Leser aus den Ermittlungsakten des Falles, die von den beiden Schwestern im Jahr 2010 erneut durchforstet und genauestens beleuchtet werden. Ebenso werden die Zeugen von damals heute erneut zur Sache befragt.

Wie schon erwähnt ist der Schluss fiktiv, passt aber zur Geschichte und zeigt einmal wieder, dass auch verwandtschaftliche Verhältnisse nicht immer das sind, was sie nach außen zu sein scheinen und Täter oftmals keine Unbekannten sind.

Cover und Klappentext haben mir leider mehr versprochen, als ich letztendlich dann im Buch gefunden habe. Das Gezänk der Schwestern hat an vielen Stellen den Fall selbst in den Hintergrund gedrängt, was ich persönlich sehr schade fand.

Ich danke dem dp DIGITAL PUBLISHERS-Verlag sowie den Autorinnen Silber und Wilczek für die Überlassung des Leseexemplares.

Horror- & Thriller-Challenge 2020 ~ 2) – der Täter aus der Verwandtschaft kommt

Mit Büchern um die Welt – meine literarische Weltreise 2021

A) Kontinent: Europa

B) Reise von A – Z: Düsseldorf, Brüggen, Herkenbosch (Niederlande)

C) Hauptstädte: -/-

D) Deutschland / Niederlande

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Saturday sentence #86

Saturday sentence ist eine Aktion, die ich bei Lesefee gefunden habe.

Ein kleines Buchspielchen für alle die teilnehmen möchten:

1. Nimm deine aktuelle Lektüre.
2. Gehe auf Seite 158 und zähle bis Satz 10 und teile uns so mit,
wie dein „saturday sentence“ lautet.


Stell dir vor, du triffst deine große Liebe. Ein absolut magischer Moment. Ihr verabredet ein Date und verabschiedet euch mit Herzklopfen. Dann wachst du nach einem üblen Sturz auf – und fünf Jahre sollen vergangen sein. Du weißt nicht, was geschehen ist. Kennst dich nicht mehr aus in deinem Leben und fragst dich beim Blick in den Spiegel: Wer bist du, Teresa? Und dir wird klar, dass du in den letzten Jahren nicht nur dich selbst, sondern auch Henry verloren hast, den Mann mit den wunderschönen Augen. Dein Herz erinnert sich. Aber kann es eine zweite Chance geben, nach allem, was geschehen ist?

„Es ist verboten, ein abgemeldetes Auto abzuschleppen“, erklärt Henry, und es fehlt nur der ausgestreckte Zeigefinger.

Was wir sehen, wenn wir lieben
Kristine Moninger
158/316 (Angabe auf meinem Reader)


~ L E S E L A U N E ~

Ich beginne das Buch heute erst, von daher weiß ich nicht, um was es in diesem Satz geht. Aber eigentlich ist er selbsterklärend.

Meine Leseflaute habe ich wohl irgendwie überwunden, dafür habe ich jetzt eine Internet-Flaute *lach*. Ich bin so wenig am PC, wie noch nie in den letzten Jahren.

Aber dafür lese ich ……

Wie sieht es bei Dir aus?
Wie lautet der 10. Satz auf Seite 158 in Deinem Buch?


Folgende Bücher muss ich noch rezensieren:

Ich wünsche Dir ein wunderschönes Wochenende!

Namenzug_Blog

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[Über den Weg gelaufen] Ich habe Dich verlassen …

Ich habe
dich
verlassen
weil du mich
blind gemacht hast
für mich

Ich habe
dich
verlassen
weil ich mich
verloren hatte
an dich

Die nächsten
Schritte
mache ich
mit mir

Daniela Heinen
Wortverloren
Hinter den kleinen Dingen
Seite 46/58

Über den Weg gelaufen – Wörter, Sätze und Gedanken, die mir über den Weg gelaufen sind – in mich hinein geknallt und nicht mehr aus meinen Kopf wollten. Wörter aus Liedern, Sätze aus Büchern, ausgesprochene Gedanken anderer Menschen, flüchtig gesagte Worte, schwarz auf weiß geschriebenes – alles mitten aus dem Leben.

Die Aktion ist von Nanacara und ich darf sie freundlicherweise auch auf meinem Blog durchführen.

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Saturday sentence #85

Saturday sentence ist eine Aktion, die ich bei Lesefee gefunden habe.

Ein kleines Buchspielchen für alle die teilnehmen möchten:

1. Nimm deine aktuelle Lektüre.
2. Gehe auf Seite 158 und zähle bis Satz 10 und teile uns so mit,
wie dein „saturday sentence“ lautet.


Ein wahres Verbrechen, dessen Aufklärung die Öffentlichkeit über Jahrzehnte fesselte.

Eine Nacht, die das Leben einer Familie in einen Trümmerhaufen verwandelt: Zwei Schwestern werden an einem Sommertag als vermisst gemeldet und drei Tage später ermordet aufgefunden. Die Mutter wird wegen Doppelmordes verurteilt. Ein Justizirrtum?
Dann der Paukenschlag: 23 Jahre nach dem Mord gesteht der Vater gegenüber Zeugen die Tat. Zwei pensionierte Richterinnen rollen als Judges find Justice nach amerikanischem Vorbild den zwanzig Jahre alten Mordfall wieder auf. Er oder sie, welches Elternteil hat die unfassbare Tat begangen? Oder war alles doch ganz anders?


„Was wohl aus denen geworden ist?“

Schwesterntod
Eva Maria Silber / Kirsten Wilczek
158/303 (Angabe auf meinem Reader)


~ L E S E L A U N E ~

Ich bin noch nicht auf Seite 158, von daher weiß ich nicht, um was es in diesem Satz geht.

Um meiner Leseflaute zu entkommen, habe ich mir dieses Buch bei dp DIGITAL PUBLISHERS angefordert. Ich bin aktuell auf 89/303 und ich bin total genervt von den Zickereien der beiden Schwestern Marie-Louise Rebell und Dr. Marte Campferbrinck, den beiden Richterinnen, die den Fall wieder aufrollen möchten. Es geht vornehmlich um die Befindlichkeiten der Beiden und irgendwie rückt der Fall der beiden toten Schwestern deswegen in den Hintergrund.

Wie sieht es bei Dir aus?
Wie lautet der 10. Satz auf Seite 158 in Deinem Buch?


Eine Rezension schreiben muss ich noch zu:

  • Ein neuer Himmel (Margit Steinborn)

Ich wünsche Dir ein wunderschönes Wochenende!

Namenzug_Blog

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Follow Friday #52

Den Follow Friday gab es früher schon einmal. Sonja von A Bookshelf full of Sunshine hatte die Aktion ins Leben gerufen und irgendwann auch wieder einschlafen lassen.

Yvonne von Ein Anfang und kein Ende hat die Aktion – mit der Erlaubnis von Sonja – nun übernommen. 

Worum geht es?
Yonne erklärt es mit ihren Worten:

Ziel ist es, andere Buchblogs kennen zu lernen, sich mit ihnen zu vernetzen und einfach Spaß zu haben.

Es geht hier nicht ums blinde Follower-Sammeln, sondern darum, sich gegenseitig kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen und Spaß zu haben. Dass der Blog dadurch größer wird, passiert dann ganz von selbst und Spaß haben sollt ihr natürlich auch dabei!

Jeden Freitag gibt es eine neue Frage, die es zu beantworten gilt, anschließend dann den Link auf Yvonnes entsprechender Blogseite eintragen und die teilnehmenden Blogs besuchen und kommentieren. So einfach 🙂

Was macht ihr bei einer Leseflaute?
Wie motiviert ihr euch?
Oder sitzt ihr sie aus?

Ich glaube, ich hänge gerade in einer Leseflaute drin. Im März habe ich ein einziges Buch gelesen, im Februar auch ….. ähm ….

Alles, was ich in den letzten Tagen angelesen habe, kann mich nicht wirklich begeistern. Ich stöbere durch meinen SuB (Print und eBooks) und irgendwie spricht mich nichts wirklich an. Spricht mich ein Cover + Klappentext dann doch an, langweile ich mich schon auf den ersten Seiten und breche ab ….. Mittwoch Abend habe bestimmt 4 oder 5 Bücher angelesen und wieder geschlossen, incl. erotischer Literatur (hätte ja sein können, dass die mich begeistert *lach*)

Ich habe mir jetzt bei dp DIGITAL PUBLISHERS ein Thriller-Rezensionsexemplar angefordert in der Hoffnung, dass mich das wieder motivieren kann. Falls nein, werde ich in den nächsten Tagen mehr netflixen und weniger lesen. Erfahrungsgemäß kommt dann in einiger Zeit wieder die Lust auf ein Buch. In all den Jahren, in denen ich lese, ist das nicht die erste Leseflaute – so etwas kommt und geht immer mal wieder. Also kein Grund zum Verzweifeln.

Wie sieht es bei Dir aus?
Sitzt Du eine Leseflaute aus oder was tust Du dagegen?


Wenn Du ebenfalls bei der Aktion mitmachen möchtest, trag Dich auf der Seite von Yvonne ein und dann lesen wir uns nächsten Freitag. 🙂

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Corona-Ostern zum Zweiten……

Ich wünsche Euch ein schönes Osterfest – auch wenn es dieses Jahr ebenfalls in die Corona-Pandemie fällt und anders ist, als wir es kennen.

Vielen Dank für Eure Treue, meinen Blogbeiträgen noch immer zu folgen und ab und an auch einen Kommentar hier zu lassen, auch wenn die Menge an Traffic überschaubar ist – das bedeutet mir sehr viel.

Dass wir wieder zur Normalität zurückkehren können, wie wir sie vor Corona kannten, das glaube ich tatsächlich nicht, aber es kann ja irgendwie nur noch besser werden. Hoffen wir, dass es nicht mehr sehr lange dauert.

Bei uns im Landkreis ist die 7-Tage-Inzidenz schon wieder hoch, so dass wir von 21.00 Uhr – 05.00 Uhr Ausgangssperre haben. Ich frage mich ja nur, wo man in der Zeit denn hingehen sollte, es hat ja alles geschlossen …..

Frohe Ostern, bleibt gesund und wir lesen uns !!

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Saturday sentence #84

Saturday sentence ist eine Aktion, die ich bei Lesefee gefunden habe.

Ein kleines Buchspielchen für alle die teilnehmen möchten:

1. Nimm deine aktuelle Lektüre.
2. Gehe auf Seite 158 und zähle bis Satz 10 und teile uns so mit,
wie dein „saturday sentence“ lautet.


»›Ich verstehe‹, sagte Hannah. ›Solange die Lagerleitung ein Orchester wünscht, bleiben die Musiker am Leben.‹«

Würzburg 1933: Kurz nach der Machtergreifung verliert die junge Jüdin Hannah Rosenberg ihre Stelle als Musiklehrerin. Auf dem abgelegenen Sandnerhof findet sie ein neues Zuhause für sich und die kleine Melina, aber auch auf dem Land wird es immer gefährlicher.

Während Hannah ein Leben im Verborgenen führen muss, macht Peter Hagen, der Mann, den sie immer noch liebt, schnell Karriere im Reichsministerium. Als dem ehrgeizigen Juristen klar wird, dass er für den beruflichen Erfolg seine Seele verkauft hat, ist es fast zu spät für ihn, das Richtige zu tun …

„Reden wir hier nur von Volljuden oder auch von Halbjuden und Mischlingen ersten Grades?“, fragte Otto Hofmann, Chef des SS-Rasse- und Siedlungshauptamtes.

Ein neuer Himmel
Margit Steinborn


~ L E S E L A U N E ~

Bei dem oben zitierten Satz handelt es sich um die Frage, welche Juden denn nun nach Russland (Minsk, Kwono und Riga) deportiert werden sollen? Dort werden Massenexekutionen durchgeführt, weil in den Lagern kein Platz mehr ist für die vielen Juden, die noch deportiert werden müssen.

Ich frage mich ja immer, was in den Köpfen dieser Menschen vorgegangen sein muss, dass man so einfach andere Menschen erschießen kann, obwohl sie nichts gemacht haben – außer Jude zu sein. Und es handelt sich hier um „mehrere Tausend am Tag“………

Meine Leselaune ist gut, ich hoffe, dass ich heute noch ein paar Seiten lesen kann. Aktuell bin ich auf Seite 190/464. Ich suche noch immer nach einer Lösung, mit dem Tablet in der Badewanne lesen zu können, denn da habe ich Angst, dass mir das Tablet aus der Hand glitscht. Einen wasserdichten eBook-Reader habe ich leider nicht.

Ich wünsche Euch ein schönes Oster-Wochenende!

Wie sieht es bei Dir aus?
Wie lautet der 10. Satz auf Seite 158 in Deinem Buch?


Eine Rezension schreiben muss ich noch zu:

  • ./.

Ich wünsche Dir ein wunderschönes Wochenende!

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