Fever (Deon Meyer)

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 3637 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 692 Seiten
Verlag: Aufbau Digital; Auflage: 1 (9. Oktober 2017)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B071NFHPMC
Preis eBook: 14,99 €
Preis Gebundene Ausgabe: 19,99 €
Preis Audio-CD: 19,99 €

Am 05. Oktober erreichte mich ein Überraschungspäckchen vom Aufbau Verlag. Darin enthalten war eine Mappe, die eine Video-Präsentation des neuesten Romans „Fever“ von Deon Meyer enthielt, ebenso eine Leseprobe sowie ein Anschreiben mit Hinweis auf ein Gewinnspiel.

Die Leseprobe und auch die Video-Präsentation haben mich neugierig werden lassen, weswegen ich der Einladung des Aufbau-Verlags gefolgt bin und habe mir das Buch als eBook über die Rezensionsplattform „NetGalley“ heruntergeladen. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an den Aufbau-Verlag, aber auch an den Autor Deon Meyer, dass mir dieses Buch zur Verfügung gestellt wurde.

Es gibt Bücher, bei denen es mir sehr schwer fällt eine Rezension zu schreiben und es dann auch noch in eine Sterne-Kategorie einzuordnen. Dieses hier gehört definitiv dazu.


Nach einer Fieber-Pandemie, die nur 5 % der Weltbevölkerung überlebt haben, fahren der 13jährige Nico und sein Vater Willem Storm in einem alten Volvo durch Südafrika – sie sind auf der Suche nach weiteren Überlebenden, aber sie suchen in den leerstehenden Häusern auch nach Ressourcen wie Nahrungsmittel, Benzin, Saatgut und anderen Dingen, mit denen sie ihr eigenes Überleben sichern können.

Willem hat eine Vision; er ist auf der Suche nach einem Ort, an dem er eine neue Gemeinschaft gründen kann. Mit Hilfe von Flugblättern, die er in den Dörfern hinterlässt, hofft er andere Überlebende zu motivieren sich ihnen anzuschließen.

Unterwegs müssen sie sich unter anderem gegen ausgehungerte Wildhunde und schwer bewaffnete Gangs zur Wehr setzen. In einem verfallenen Land ohne Gesetze gilt einzig und alleine das Recht des Stärkeren.

Der Ort Vanderkloof, der geschützt zwischen Felsen und einem Staudamm liegt, eignet sich perfekt, um dort eine neue Siedlung entstehen zu lassen – sie geben ihr den Namen „Amanzi“.

Tatsächlich erreichen nach und nach immer mehr Menschen Amanzi. Aber wo viele Menschen aufeinander treffen, da gibt es auch irgendwann Konflikte.

Eigentlich sollte man denken, dass Überlebende einer solchen Katastrophe ihren Focus wieder auf die wirklich wichtigen Dinge des Lebens richten, aber wenn man liest, dass auch hier Krieg, Zerstörung und Verrat an der Tagesordnung sind und Amanzi durch eine Armee verteidigt und geschützt werden muss, so fragt man sich, was noch alles passieren muss, damit die Menschen daraus etwas lernen und sich wieder mehr in Bescheidenheit üben. Trotz aller Widrigkeiten glaubt Willem jedoch immer noch daran, dass alles gut werden wird – und dann bringt ihm eine Kugel den Tod.

Hier sind sie also.
Meine Memoiren, die Geschichte eines Mordes.
Ich trete nach vorn, damit alle davon erfahren.

Als Nico 47 Jahre alt ist – so alt wie sein Vater war, als er ermordet wurde – schreibt er die Geschehnisse auf. Sein Vater Willem war immer ein Visionär, er hat nie die Hoffnung verloren oder den Glauben an das Gute aufgegeben im Gegensatz zu Nico, der sich zum Soldaten ausbilden ließ um sich und das was er liebt verteidigen zu können. Sie waren Vater und Sohn und doch so unterschiedlich.

Erzählt wird die Story in der Ich-Form aus der Sicht von Nico. Zwischendurch werden immer wieder Interviews eingestreut, die mit den Bewohnern von Amazi geführt wurden. So kann der Leser die Gemeinschaft aus verschiedenen Augen betrachten. Woher kamen die Menschen und was erwarteten sie sich von Amazi.

Für mich ist es das 1. Buch, welches ich von Deon Meyer gelesen habe. „Fever“ umfasst satte 700 Seiten. An manchen Stellen beschlich mich das Gefühl, dass man die Szene auch hätte etwas weniger in die Länge ziehen können. Auch die eingestreuten Interviews waren anfangs eine nette Abwechslung, irgendwann störten sie mich aber deutlich in meinem Lesefluss. Für mich war es ein Quentchen zu viel des Guten.

Die Story ist gut, weil es tatsächlich passieren könnte, dass eine Pandemie einen Großteil der Menschheit dahinrafft – ich möchte mir heute nicht ausmalen, wie sich die überlebenden Menschen in diesem Falle verhalten würden – und der Schauplatz Südafrika ist gut gewählt. Ich habe bisher noch nicht sehr viele Dystopien gelesen aber sie spielten allesamt an einem fiktiven Ort oder in einer fiktiven Welt.

Der Autor selbst lebt in der Nähe von Kapstadt und in der Danksagung am Ende des Buches erfährt der Leser, dass die Recherche und die Schreibarbeit an diesem Buch 4 Jahre in Anspruch genommen haben.


Sparstrumpf-Challenge: Buch mit mehr als 500 Seiten – 3,00 €

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[Challenge] Flow-Challenge #34

flow

Auf der Suche nach etwas sonntäglichem Blog-Input, bin ich bei Nana – Der Bücherblog über die Flow-Challenge gestolpert.

Es gibt da ein Magazin mit Namen „Flow“, in dem sich immer irgendwelche Extras befinden. Vor kurzem war es das kleine Buch „1000 Fragen an Dich selbst“.

Die heutigen Fragen zur Challenge kommen wieder von Sandra (Nana – Der Bücherblog). Einige Fragen habe ich jedoch schon in anderen Challenge-Ausgaben beantworte, diese werde ich dann ersetzen. 

Heute gibt es die Antworten auf die Fragen 331 – 340

331. Welche fünf Dinge würdest Du in einen Picknick-Korb tun?

Dinge, die man gut aus der Hand essen kann.
Käse, Rohesser, Baguette, Obst und etwas zu trinken.

Die nächste Frage tausche ich aus

332. In welchem Unterrichtsfach warst Du in der Schule gut? 

In Deutsch und in Sport.

333. Was ist das Schönste am Nach-Hause-kommen?

Das Gefühl von Geborgenheit in den eigenen 4 Wänden, meine Familie und mein Hund die auf mich warten und meine Wohlfühl-Klamotten. 🙂

334. Wann hast Du zuletzt ein Baby im Arm gehalten?

Der Sohn meines Neffen fällt mit 2 Jahren nicht mehr in die Rubrik „Baby“, also ist es schon eine ganze Weile her.

Die nächste Frage tausche ich aus

335. Feierst Du immer Deinen Geburtstag?

Ja, Nein = Jaein 🙂
Wirklich gefeiert werden nur die runden Geburtstage. An allen anderen Geburtstagen gehe ich mit meinen Freunden essen und wir machen uns einen schönen Abend. Das aber seit Jahren konstant und immer mit den gleichen Leuten.

336. Worauf kannst Du nicht einen einzigen Tag verzichten?

Meine Antwort lautet nicht „auf mein Smartphone“ 😀
Darauf könnte ich tatsächlich gut verzichten.
Ich denke man kann auf alles einen Tag verzichten – die Frage ist, ob man das will.

337. Wie oft beginnst Du einen Satz mit „Als ich so alt war wie Du…“?

Meine beste Freundin ist 20 Jahre jünger als ich, da habe ich den Satz tatsächlich schon das eine oder andere Mal gesagt.

338. Wenn du für eine Wand in deiner Wohnung eine Farbe aussuchen solltest: Für welche Farbe würdest du dich entscheiden?

Wandfarbe aussuchen habe ich schon öfter gemacht. 🙂
Ich mag warme erdige Farben und meine 1. Wahl ist Terracotta.

339. Sind andere gerne in Deiner Nähe?

Ich denke schon.
Zumindest ist noch niemand offensichtlich geflüchtet, wenn ich aufgetaucht bin. *gg*

340. Was schwänzt Du manchmal?

Ich habe keine wiederkehrenden Pflichttermine, die ich schwänzen könnte.


Das waren die Fragen 331 – 340 von 1.000

Vielleicht möchtest Du die Challenge ja auch gerne mit auf Deinen Blog nehmen?! Dann schreib mir einen Link in die Kommentare, damit ich bei Dir vorbeischauen kann – und bitte, verlinke auch Nana – Der Bücherblog.

Nun wünsche ich Dir einen schönen Sonntag!

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Mittendrin Mittwoch #62

Mittendrin Mittwoch

Diese Aktion wurde von elizzy91 von READ BOOKS AND FALL IN LOVE erstellt.

Beim „Mittendrin Mittwoch“ geht es um Zeilen aus dem Buch/den Büchern, in denen man gerade drinnensteckt.

In welchem Buch liest du gerade?

Ich stecke gerade in 2 Büchern.
Zum ersten Mal seit ich parallel-lese habe ich 2 Bücher des gleichen Jenres in der Hand – ein Krimi ist für eine Leserunde, der andere Krimi für eine Blogtour.


Klappentext:

Mit dem Fund der verbrannten Überreste einer weiblichen Leiche beginnt für den halleschen Kriminalhauptkommissar Richard Störmer ein Wettlauf mit einem Entführer und Serienmörder, an dem er zu zerbrechen droht. Nahezu zeitgleich mit dem Fund einer zweiten Leiche werden mehrere Frauen während eines Klassentreffens auf dem Mansfelder Jugendherbergs-Schloss entführt, gefoltert und verbrannt. Störmer stellt eine Verbindung zwischen den Entführungen und den gefundenen Leichen her.
Der Fall sorgt für Unruhe im Privatleben von Störmer. Er verliebt sich in seine neue Nachbarin, eine Krimiautorin. Zeitgleich taucht seine fast volljährige Tochter Verena auf und bittet ihn um Hilfe. Als der Psychopath dann einen Freund von Störmer ermordet, entwickelt sich der Fall zu einem persönlichen Albtraum …

Heute war ein guter Tag. Die Ausbeute war außergewöhnlich: sieben Katzen über Nacht. Er trug sie in den selbstgebauten Käfigfallen in den Keller, öffnete dort die Türgitter und warf die Tiere nacheinander in den großen Weidekorb. Das Fauchen und Jaulen ignorierte er. Es war schon erstaunlich, über wie viele Jahre hinweg diese großartigen Fallen ihren Dienst getan hatten. Ursprünglich hatte er sie zum Vergnügen als Rattenfallen gebaut. Aber bereits nach kurzer Zeit verfing sich die erste Katze. Und damit fanden sie schließlich ihre Bestimmung.

Ich schenke Dir den Tod – Ralf Gebhardt
Position 444 / 14 %


Klappentext:

Alles, was du fürchtest, liegt tief vergraben im Schnee …

Ausgerechnet auf einer Hochzeit erfährt Max Leitner, dass seine Verlobte Sarah eine Affäre mit seinem Bruder hat. Max löst die Verlobung und wirft Sarah noch in der Nacht aus seiner Wohnung. Zwei Jahre später erhält Max anonyme Botschaften, in denen behauptet wird, er hätte Sarah in jener Nacht getötet. Er forscht selbst nach und stellt fest, dass seine Exverlobte tatsächlich seit der Hochzeit verschwunden scheint. Dann wird in einem Wald im Chiemgau der Koffer gefunden, den Sarah damals mitnahm. Und im selben Wald liegt eine Leiche … 

Als Jenny in die KPI zurückkam, begenete sie Alisa, die gerade ihr Büro abschloss um sich in die Weihnachtsferien zu verabschieden. Alisa Neuner war das jüngste und kleinste Mitglied der K1, neunundzwanzig Jahre alt, besaß eine knabenhafte Figur und einen Mopp schwarzer Haare mit einem dichten Pony, der ihr ständig in die Augen fiel. Ihre auffallende Gabe war ihr Einfühlungsvermögen, das bei Zeugen oft wahre Wunder bewirkte, im Kellegenkreis jedoch nicht immer willkommen war, wenn es mit zu viel Neugier gepaart war. 

Die Einsamkeit des Todes – Petra Johann
Seite 173/513


Was liest Du gerade und wie sehen deine nächsten Zeilen aus?

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Saturday sentence #35

Saturday sentence ist eine Aktion die ich bei Lesefee gefunden habe.

Ein kleines Buchspielchen für alle die teilnehmen möchten:

1. Nimm deine aktuelle Lektüre.
2. Gehe auf Seite 158 und zähle bis Satz 10 und teile uns so mit wie dein Saturday sentence lautet.


Es veranlasst mich, eklige Dinge zu tun.

Position 125/266


Mein Vater starrte auf die Asche im Kamin und fuhr tonlos fort: „Nach dem Fieber, als Nico und ich … 

Rezensionsexemplar von NetGalley
Position 2178/9689 


Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

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Mittendrin Mittwoch #61

Mittendrin Mittwoch

Diese Aktion wurde von elizzy91 von READ BOOKS AND FALL IN LOVE erstellt.

Beim „Mittendrin Mittwoch“ geht es um Zeilen aus dem Buch/den Büchern, in denen man gerade drinnensteckt.

In welchem Buch liest du gerade?

Meine Nase steckt in „Fever“ von Deon Meyer. Ich bin jetzt bei 11 % (die Printausgabe hat 702 Seiten) und ich weiß noch nicht so recht, was ich von der Geschichte halten soll. Bisher empfinde ich es als sehr langgezogen und so richtig fesseln tut es mich nicht, aber ich lese mal noch weiter.

Klappentext:

»Ich will vom Fieber erzählen, von unserer Stadt Amanzi – und von dem Mord an meinem Vater Willem.«

Nicolaas Storm fährt mit seinem Vater Willem durch ein vollkommen verändertes Südafrika. Nach einem Fieber, das weltweit fünfundneunzig Prozent der Menschen getötet hat, versuchen die beiden, einen sicheren Platz zum Leben zu finden. Das Land ist in einem Zustand der Gesetzlosigkeit. Gangs ziehen schwerbewaffnet umher, wilde Tiere bedrohen die Menschen. Schließlich aber finden Vater und Sohn einen Platz für eine Siedlung. Andere Menschen stoßen zu ihnen – Abenteurer, elternlose Kinder, ehemalige Soldaten. Sie alle müssen die Gesetze des Überlebens neu lernen. Nico wird zum Schützen ausgebildet. Er verliebt sich in Sofia, die wildeste Frau, die jemals ihre kleine Stadt betreten hat, und er beginnt wieder an eine Zukunft zu glauben. Bis die Katastrophe passiert – und sein Vater ermordet wird.


Pa und ich übernahmen die Führung. Es war zwei Stunden vor Sonnenuntergang, und wir suchten einen sicheren Ort, an dem wir alle übernachten konnten. Melinda Swanevelder fuhr jetzt im Wohnmobil bei den Kindern mit, vorne auf dem Beifahrersitz. Unterwegs nach Jansenville sahen wir ein Hinweisschild zur Koedoeskop Game Ranch. Wir bogen ab. Eine Herde Gnus wirbelte eine große Staubwolke auf, als sie vor uns flüchtete.

Fever – Deon Meyer
Position 1101 von 9689

Rezensionsexemplar, zur Verfügung gestellt vom Aufbau Verlag
über die Rezensionsplattform NetGalley

Was liest Du gerade und wie sehen deine nächsten Zeilen aus?

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Saturday sentence #35

Saturday sentence ist eine Aktion die ich bei Lesefee gefunden habe.

Ein kleines Buchspielchen für alle die teilnehmen möchten:

1. Nimm deine aktuelle Lektüre.
2. Gehe auf Seite 158 und zähle bis Satz 10 und teile uns so mit wie dein Saturday sentence lautet.

Mein Vater starrte auf die Asche im Kamin und fuhr tonlos fort: „Nach dem Fieber, als Nico und ich … 

Rezensionsexemplar von NetGalley
Position 2178/9689 


Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

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Verschieben Sie die Deutscharbeit – mein Sohn hat Geburtstag (L. Greiner / C. Padtberg-Kruse)

Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (13. Oktober 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548377491
ISBN-13: 978-3548377490
Preis Taschenbuch: 9,99 €
Preis eBook: 8,99 €
Preis Audio-CD: 9,95 €

Klappentext:

Von Dinkel-Zwang bis Noten-Klage: Helikopter-Eltern kreisen über ihren Kindern und fliegen ihnen sogar bis in die Uni hinterher. Sie sind ängstlich, ehrgeizig ― und vor allem nervig. Wie sie ihren Kindern und dem Rest der Welt das Leben zur Hölle machen, davon erzählen Lena Greiner und Carola Padtberg in diesem Buch. Eine amüsante Realsatire darüber, wie Kinder vom Säuglings- bis ins Erwachsenenalter von ihren Eltern überwacht werden: ein schonungsloser Frontbericht aus dem Familienleben. Eltern, Kinder, Hebammen, Erzieher, Lehrer, Professoren und Studienberater haben ihre besten Episoden an die Redaktion von SPIEGEL ONLINE gesandt und erzählen, was sie mit übermotivierten Eltern erlebt haben. Spleenig, grotesk ― und leider wahr.

Unter ständiger Beobachtung

Helikopter-Eltern
Unter Helikopter-Eltern, auch Hubschrauber-Eltern oder als Fremdwort Helicopter Parents (engl. helicopter parents oder paranoid parents), versteht man populärsprachlich überfürsorgliche Eltern, die sich (wie ein Beobachtungs-Hubschrauber) ständig in der Nähe ihrer Kinder aufhalten, um diese zu überwachen und zu behüten. Ihr Erziehungsstil ist geprägt von (zum Teil zwanghafter oder paranoider) Überbehütung und exzessiver Einmischung in die Angelegenheiten des Kindes oder des Heranwachsenden.

Quelle: Wikipedia

Bei dem Buch „Verschieben Sie die Deutscharbeit – mein Sohn hat Geburtstag“ handelt es sich um eine Sammlung von Episoden, die direkt und schonungslos dem Alltag von Hebammen, ErzieherInnen, LehrerInnen, ProfessorInnen und StudienberaterInnen, aber auch anderen Eltern und Kindern entstammen.

Die Autorinnen Lena Greiner und Carola Padtberg von der Redaktion SPIEGEL ONLINE haben aus den Bereichen

* Baby
* KiTa
* Schulweg/Schule
* Klassenfahrt
* Arzt/Krankenhaus/Therapeuten
* Uni und Ausbildung

Anekdoten gesammelt, die sie in diesem Buch veröffentlichen.

Anhand des Klappentextes, der von einer „amüsanten Realsatire“ spricht, hatte ich mir einen Lesestoff erhofft, der mich grinsen, lächeln, und hoffentlich auch mal laut lachen lässt. Wenn ich nicht wüsste, dass die beschriebenen Ereignisse der Wahrheit entsprechen, hätte ich mich auch tatsächlich köstlich amüsieren können – aber in Anbetracht der Tatsache, dass es sich bei den Anekdoten um tatsächliche Begebenheiten handelt, blieb mir das Grinsen im Gesicht stecken.

Ich kannte den Begriff „Helikopter-Eltern“ aber ich habe mir in meinen schlimmsten Träumen nicht ausmalen können, dass es Eltern gibt, die SO um ihre Kinder herumschwirren. In meinen Vorstellungen handelte es sich einfach um Eltern, die ihren Kindern ein wenig mehr Fürsorge angedeihen lassen als das normale Eltern tun. Was ich hier jedoch zu lesen bekam, war wirklich schwere Kost.

Beispiele gefällig?

Unser Sohn ist nämlich aus Zucker
„Meine Nachbarn sind absolute Helikopter-Eltern. Im Sommer ist der Zweijährige auf der Wiese hingefallen. Er hat nicht geweint, trotzdem berieten sich die Eltern, ob sie den Krankenwagen rufen sollen oder ob ein Besuch beim Hausarzt ausreicht. Den Rasen in ihrem Garten mähen sie übrigens nur, wenn der Sohn bei den Großeltern ist. Das laute Geräusch schadet aus ihrer Sicht nämlich dem Kind, sogar wenn es in der Wohnung ist“

Wir haben Euch zum fressen gern!
„Unsere Nachbarn in Florida hatten ihren acht und zehn Jahre alten Töchtern das Verlassen des Hauses ohne elterliche Aufsicht komplett verboten, weil sie draußen von Alligatoren gefressen werden könnten. Sie mussten in der Garage spielen. Nur freitags zwischen 16 und 18 Uhr durften sie mit ihren Fahrrädern unter elterlicher Aufsicht im Wendehammer vor dem Haus im Kreis fahren, nachdem die Eltern die Einfahrt in die Sackgasse mit Schildern abgesperrt hatten“.

Gruselig, oder?

Ich kann absolut verstehen, dass man Angst um seine Kinder hat, wer kann das nicht? Aber dass man aus seinen Kindern absolut hilflose und lebensuntüchtige Individuen macht, das leuchtet mir nicht ein. Wie sollen diese Kinder später ihren Alltag bewältigen, wie ihren Job machen, einen Partner kennenlernen und eine Familie gründen?

Kann man als Elternteil wollen, dass das eigene Kind ein von den Eltern abhängiges und unselbständiges Leben führt? Im Normalfall doch wohl eher nicht, oder?

Und die Gegenfrage lautet dann auch: Wollen Kinder ein solches Leben führen, in dem sie vor lauter Überfürsorge erdrückt werden und keine Chance auf Entfaltung der eigenen Persönlichkeit haben? Im Normalfall doch wohl eher nicht, oder?

Es wundert mich nicht, dass die Anzahl der Single-Haushalte in Deutschland permanent steigt – das sind wahrscheinlich die Jugendlichen, die die Flucht vor ihren Eltern antreten *lach*

Und wo bleibt eigentlich bei der ganzen Sache das (Privat-)Leben der Eltern?

Ein gesundes Mittelmaß aus Behüten und „mal machen lassen“ – das ist das Zauberwort.

Schenkt man das Buch nun werdenden Eltern, um ihnen zu zeigen, wie sie nicht werden sollen oder schenkt man das Buch bekannten Helikopter-Eltern, damit sie mal in den Spiegel schauen können? Vielleicht merken sie ja selbst noch nicht einmal, wie sie ihren Kindern damit schaden.


Sparstrumpf-Challenge: Buch bis 300 Seiten – 1,00 €

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M.I.A. Das Schneekind (Edgar Rai / Kathrin Andres)

Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Rütten & Loening; Auflage: 1 (18. August 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3352008949
ISBN-13: 978-3352008948
Preis Taschenbuch: 12,99 €
Preis eBook: 9,99 €

Klappentext:

„Was ist der Mensch?“ 

Sandra hat eben die Affäre mit ihrem Chef beendet, als sie auf einer vereisten Straße in den Schweizer Bergen in einen Unfall verwickelt wird. Der Fahrer stirbt, doch ein Mädchen auf dem Rücksitz ist offenbar unverletzt: die neunjährige Mia. Von ihrer Adoptivmutter wird sie in ein Forschungsinstitut gebracht. Sandra darf das Mädchen fortan nicht mehr sehen – vielmehr geraten alle in Gefahr, die mit Mia zu tun hatten. Ein Haus geht in Flammen auf, eine Leiche wird gefunden – und Sandra wird plötzlich verfolgt. 

Ein atmosphärischer dichter Thriller um ein Mädchen mit besonderen Fähigkeiten.

Gen-Editing – Fluch oder Segen?

Sandra hat gerade die Beziehung zu ihrem Lebensgefährten und Chef beendet, als sie in einem Schneegestöber in den Schweizer Bergen in einen Unfall verwickelt wird. Während ihr Wagen glücklicherweise von einem Baum gestoppt wird, durchbricht das Auto des Unfallgegners die Leitplanke und stürzt einen Abhang hinunter. Bevor der Fahrer des Wagens seinen schweren Kopfverletzungen erliegt, kann Sandra noch die Worte „Bringen Sie sie weg von hier“ verstehen. Auf dem Rücksitz des Autos sitzt ein kleines Mädchen – Mia.

Die Beiden verbringen die Nacht in einer nahegelegenen Bergütte. Mia scheint krank zu sein, denn sie muss Medikamente nehmen und nachdem die Adoptivmutter Mia am nächsten Tag wieder in ihre Obhut genommen hat, verschwindet das Kind hinter den Türen eines Forschungsinstituts. Sandras Versuche Mia zu besuchen, werden von der Adoptivmutter geblockt.

Mia bittet ihren netten neuen Nachbarn um Hilfe. Sie möchte herausfinden, was genau sich in diesem Forschungsinstituts abspielt. Dann überschlagen sich die Ereignisse … ein Haus brennt ab, es gibt einen Toten und Sandra wird verfolgt.

In welches Wespennest hat Sandra gestochen?


Bei „M.I.A. Das Schneekind“ handelt es sich um einen Thriller mit medizinisch-wissenschaftlichem Hintergrund, wobei die Autoren nicht sehr tief in die Thematik einsteigen und man deswegen auch ohne tiefer gehendes Hintergrundwissen der Geschichte folgen kann.

Mit einem Umfang von 304 Seiten und einem angenehmen Schreibstil liest sich das Buch schnell weg. Die Charaktere sind gut beschrieben, so dass man sich von jeder handelnden Person ein Bild machen kann. Herausragend als Protagonisten sind Heide – die Mutter von Sandra – und Atmos, der nette Nachbar. Diese beiden Personen sind in meinen Augen die Sympathieträger des Buches. Aber auch wenn ich Heide wirklich als herzerfrischend empfinde, kann ich ihre und die Handlungen von Sandra nicht nachvollziehen. Sie handeln extrem unüberlegt und bringen sich selbst damit in große Gefahr.

Als Leser weiß man eigentlich, dass es in diesem Buch um Mia geht – wie, warum und was genau mit ihr passiert, möchte ich an dieser Stelle natürlich nicht preisgeben. Schade nur, dass Mia selbst nur im ersten und im letzten Viertel des Buches auf der Bildfläche erscheint. Hier hätte ich mir mehr Präsenz gewünscht und auch mehr Hintergrund-Informationen. Man erfährt leider nicht viel über Mia und warum das alles so passiert. Hier hätten dem Buch ein paar Seiten mehr nicht geschadet, denn das hätte der Geschichte ein wenig mehr Tiefgang verschafft. So bleibt Mia eher blass und wenig greifbar und das ist für die Person in der Hauptrolle sehr schade.

Trotz der fehlenden Präsenz von Mia schaffen die Autoren es, dem Buch die notwendige Spannung zu verleihen, die den Leser bis zum Schluss bei der Stange hält. Schließlich möchte man wissen, was genau in diesem Forschungsinstituts passiert und welche Rolle Mia und ihre Adoptivmutter spielen. Es gibt dann auch einen fulminanten Schluss in dem sich bewahrheitet, was man als Leser schon über viele Seiten geahnt hat – trotzdem bleiben am Ende noch viele Fragen offen.

Ich hatte ein paar schöne Lesestunden – trotzdem hat mir persönlich leider ein ganz elementares Teil an diesem Thriller gefehlt: Der Thrill.

Sparstrumpf-Challenge: Buch mit mehr als 300 Seiten – 2,00 €

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Mittendrin Mittwoch #60

Mittendrin Mittwoch

Diese Aktion wurde von elizzy91 von READ BOOKS AND FALL IN LOVE erstellt.

Beim „Mittendrin Mittwoch“ geht es um Zeilen aus dem Buch/den Büchern, in denen man gerade drinnensteckt.

In welchem Buch liest du gerade?

Ich lese gerade ein Buch, dessen Geschichten mitten aus dem Leben gegriffen sind und ich habe mich noch kein Stück weit amüsiert – ich empfinde das Verhalten der Eltern und Kinder, das in diesem Buch niedergeschrieben wurde, als gruselig. Anders kann ich es tatsächlich nicht beschreiben.

Klappentext:

Von Dinkel-Zwang bis Noten-Klage: Helikopter-Eltern kreisen über ihren Kindern und fliegen ihnen sogar bis in die Uni hinterher. Sie sind ängstlich, ehrgeizig ― und vor allem nervig. Wie sie ihren Kindern und dem Rest der Welt das Leben zur Hölle machen, davon erzählen Lena Greiner und Carola Padtberg in diesem Buch. Eine amüsante Realsatire darüber, wie Kinder vom Säuglings- bis ins Erwachsenenalter von ihren Eltern überwacht werden: ein schonungsloser Frontbericht aus dem Familienleben. Eltern, Kinder, Hebammen, Erzieher, Lehrer, Professoren und Studienberater haben ihre besten Episoden an die Redaktion von SPIEGEL ONLINE gesandt und erzählen, was sie mit übermotivierten Eltern erlebt haben. Spleenig, grotesk ― und leider wahr.


Dann gibt es noch die Eltern, die sich überhaupt nicht dafür interessieren, wenn ihre Kinder das Wasser aus ihrem Mund nicht ins Becken, sondern auf den Boden spucken oder – noch schlimmer – uns bei ganz normalen Untersuchungen beißen oder nach uns treten. Und wenn wir Arzthelferinnen dann selbst etwas sagen, werden wir doof angeguckt: Was uns einfallen würde, ein zehnjähriges Kind zu maßregeln?!

Verschieben Sie die Deutscharbeit – mein Sohn hat Geburtstag!
Position 1649 von 2297

Rezensionsexemplar von NetGalley / ET: 13.10.2017


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[Challenge] Flow-Challenge #33

flow

Auf der Suche nach etwas sonntäglichem Blog-Input, bin ich bei Nana – Der Bücherblog über die Flow-Challenge gestolpert.

Es gibt da ein Magazin mit Namen „Flow“, in dem sich immer irgendwelche Extras befinden. Vor kurzem war es das kleine Buch „1000 Fragen an Dich selbst“.

Heute gibt es die Antworten auf die Fragen 321 – 330

321. Wem hast Du zuletzt einen Kuss gegeben?

Meinem Mann, meinem Kind, meinem Hund – alles heute 🙂

322. Welches Buch hat einen starken Eindruck bei Dir hinterlassen?

„Das geschenkte Gesicht“ von H. G. Konsalik.

323. Hast Du viele Freunde?

Nein. Die Zahl meiner Freunde kann ich an einer Hand abzählen.

Es gibt da so einen schönen Spruch:

Freunde sind wie Schuhe – wenn man jung ist, kann man gar nicht genug davon bekommen. Je älter man wird, desto mehr merkt man, dass man sich immer mit den gleichen am wohlsten fühlt.

324. Warst Du schon einmal in eine (unerreichbare) berühmte Person verliebt?

Klar, wer war das nicht in seiner Jugend?

325. Bist Du ein Hunde- oder ein Katzentyp?

Ich bin ein Hundetyp.
Katzen mag ich auch, sehr, aber leider bin ich allergisch dagegen. 

326. Wann hast Du zuletzt vor jemand anderem geweint?

Heute Mittag. 😦

327. Worüber hast Du mit Deinem Partner immer wieder Streit?

Wir sind selbständig und arbeiten zusammen – das ist der größte Streitpunkt in unserer Beziehung.

328. Welche Freundschaft von früher fehlt Dir?

Keine. Wenn eine Freundschaft von früher für mich besonders wertvoll gewesen wäre, hätte ich sie nicht aufgegeben.

329. Bist Du morgens nach dem Aufstehen gleich richtig munter?

Ja, das bin ich. Wenn der Wecker klingelt, bin ich wach.

330. Hast Du schon mal einen Weinkrampf vorgetäuscht?

Nein, kann man so etwas vortäuschen?
Ich hatte nur einmal in meinem Leben einen wirklichen Weinkrampf und um da wieder raus zu kommen, brauchte ich professionelle Hilfe.


Das waren die Fragen 321 – 330 von 1.000

Vielleicht möchtest Du die Challenge ja auch gerne mit auf Deinen Blog nehmen?! Dann schreib mir einen Link in die Kommentare, damit ich bei Dir vorbeischauen kann – und bitte, verlinke auch Nana – Der Bücherblog.

Nun wünsche ich Dir einen schönen Sonntag!

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