Mittendrin Mittwoch #68

Mittendrin Mittwoch

Diese Aktion wurde von elizzy91 von READ BOOKS AND FALL IN LOVE erstellt.

Beim „Mittendrin Mittwoch“ geht es um Zeilen aus dem Buch/den Büchern, in denen man gerade drinnensteckt.


Mehr als 100.000 Follower auf Facebook und Millionen Views ihrer Youtube-Videos: Abdul Abbasi und Allaa Faham sind Stars der digitalen Netzwerke. Mit ihrem Kanal German LifeStyle wollten sie zunächst syrischen Landsleuten die Herausforderungen des deutschen Alltags näherzubringen: Wie vereinbart man korrekt einen Termin? Wer bezahlt nach dem gemeinsamen Essen die Rechnung? Wie spricht man die Katze in der WG richtig an? Doch schnell stellten sie fest, dass ihre Mission eine ganz andere ist und dass wahre Integration nur dann gelingen kann, wenn sich beide Seiten einbringen. Wie also kriegt man Syrer und Deutsche zusammen? Ganz einfach: Indem wir mit dem gemeinsamen Lachen eine Brücke bauen. Amüsieren wir uns über unsere kulturellen Unterschiede, statt Angst vor ihnen zu haben – denn nur so werden wir aufeinander zugehen und uns verstehen können!


„Obwohl so viele Tiere ausgesetzt werden, sieht man in Deutschland keinen einzigen Straßenhund. In Syrien gab es vor dem Krieg viele Straßenhunde, aber keine Menschen, die auf der Straße lebten. Es war neu für uns Syrer, hier in Deutschland Obdachlose zu sehen, aber keinen einzigen herren- und wohnungslosen Hund. Kein Wunder, wenn pro Jahr rund 300.000 Deutsche einen neuen Hund aufnehmen! Und wusstet ihr, dass es im Jahr 2016 etwa 335.000 Obdachlose gab? Die Liebe der Deutschen zum Tier ist aus vielen Perspektiven eine besondere. Wie wäre es also, wenn die Hundeliebhaber einen Obdachlosen aufnehmen würden? Sie könnten ihn aus dem Urlaub anrufen, ihm etwas zu Weihnachten schenken und Postkarten schreiben. Und der Ex-Obdachlose könnte solange auf das Haustier aufpassen.“

Vorausgegangen ist diesem Abschnitt eine Aufzählung, dass 64 % der Deutschen ihrem Haustier etwas zu Weihnachten schenken, 14 % telefonieren aus dem Urlaub mit ihrem Hund, 6 % schicken ihm eine Postkarte.

Mich machte dieser Absatz ziemlich nachdenklich.

Eingedeutscht – Abdul Abbasi / Allaa Faham
Seite 118/224

Rezensionsexemplar
„Verlagsgruppe Random House/Bertelsmann Bloggerportal“


Was liest Du gerade und wie sehen deine nächsten Zeilen aus?

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[Challenge] Flow-Challenge #38

flow

Auf der Suche nach etwas sonntäglichem Blog-Input, bin ich bei Nana – Der Bücherblog über die Flow-Challenge gestolpert.

Es gibt da ein Magazin mit Namen „Flow“, in dem sich immer irgendwelche Extras befinden. Vor kurzem war es das kleine Buch „1000 Fragen an Dich selbst“.

Heute gibt es die Antworten auf die Fragen 371 – 380

371. Packst Du Geschenke immer hübsch ein?

Ich packe Geschenke ein – aber hübsch ist das nicht. 🙂 

372. Interessierst Du Dich für Königshäuser?

Nein, das gehört eher weniger zu meinem Interessengebiet.

373. Fällt es Dir leicht, mit Leuten in Kontakt zu kommen?

Eigentlich schon. Ich bin ein offener und kontaktfreudiger Mensch.

374. Wann hast Du zuletzt etwas neues gelernt?

*grübel* Außer, dass ich zwischendurch immer mal wieder etwas an meinen Sprachkenntnissen verbessere, wüsste ich jetzt nicht, was ich neues gelernt habe. Aber eigentlich lernt man doch immer irgendwie und irgendetwas dazu.

375. Bist Du ein unternehmungslustiger Typ?

Ja, eigentlich schon. Mein Mann ist da aber eher eine Spaßbremse, so dass ich – wenn ich etwas unternehmen möchte – mit meinen FreundInnen losziehe. 

376. Kommst Du immer zu früh, zu spät oder genau rechtzeitig?

Ich bemühe mich, pünktlich zu sein. Ich bin jetzt aber nicht der Typ, der schon 10 Minuten vor dem verabredeten Termin an Ort und Stelle ist. 

377. Wie sorgst Du für Struktur in Deinem Kopf?

Gute Frage – ich mache da nix großartiges, das strukturiert sich alles von selbst. 🙂 

378. Machst Du eine andere Person schnell auf ihre Fehler aufmerksam?

Das kommt auf den Fehler an und darauf, um welche Person es sich handelt. Manche Fehler ertrage ich einfach, ohne etwas dazu zu sagen. Andere Fehler müssen angesprochen werden. 

379. Liest Du Horoskope?

Heute nicht mehr, früher als ich jünger war schon.
Horoskope sind so gehalten, dass sie meistens passen, deswegen glaube ich nicht an die Zeitungs-Horoskope. Ich habe jedoch zu meinem 31. Geburtstag ein professionell erstelltes Horoskop geschenkt bekommen und da bin ich erstaunt, wie genau ich mich darin wiederfinden kann.

380. Was machst Du, wenn Du nicht schlafen kannst?

Dass ich nicht schlafen kann, kommt selten vor. Aber wenn, dann versuche ich es mit Atemübungen oder ich lese in einem Buch. Meist funktioniert das auch. Ich surfe nicht auf Facebook & Co, weil mich das noch weniger schlafen lässt.

Das waren die Fragen 371 – 380 von 1.000

Vielleicht möchtest Du die Challenge ja auch gerne mit auf Deinen Blog nehmen?! Dann schreib mir einen Link in die Kommentare, damit ich bei Dir vorbeischauen kann – und bitte, verlinke auch Nana – Der Bücherblog.

Nun wünsche ich Dir einen schönen Sonntag!

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Saturday sentence #39

Saturday sentence ist eine Aktion, die ich bei Lesefee gefunden habe.

Ein kleines Buchspielchen für alle die teilnehmen möchten:

1. Nimm deine aktuelle Lektüre.
2. Gehe auf Seite 158 und zähle bis Satz 10 und teile uns so mit, wie dein Saturday sentence lautet.



„Er zögerte“

Eingedeutscht – Aboul Abbasi / Allaa Faham


Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

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Was die Seele essen will (Julia Ross)

Format: eBook
Dateigröße: 5059 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 437 Seiten
Verlag: Klett-Cotta; Auflage: 8 (1. November 2010)
Sprache: Deutsch
ASIN: B007H70016
Preis eBook: 9,99 €
Taschenbuch: 14,95 €

Klappentext (gekürzt):

Die Mood Cure: Wie Sie Ihre seelische Befindlichkeit durch gezielte Ernährung ins Gleichgewicht bringen können.

– Konkurrenzloses Konzept, zur Selbsthilfe geeignet
– Seelische Probleme durch Ernährungsumstellung heilen
– Enthält Fragebögen, sofort anwendbare Behandlungspläne und Kochrezepte
– basiert auf jahrelanger, klinischer Erfahrung

Viele Menschen leiden unter Ängsten, Stress, Essstörungen oder an Stimmungsproblemen bis hin zu Depressionen. Schon mit ausgewogener Ernährung und der gezielten Zufuhr von Nahrungsergänzungsmitteln können wir unsere seelische Gesundheit zurückgewinnen.
  Nahrung für die Seele

Vor einigen Tagen war ich im Internet auf Recherche-Tour zum Thema „Ein- und Durchschlafstörungen“ und wie man sie behandeln kann und bin dabei auf den Zusammenhang zwischen Schlafstörungen und Nährstoffmangel gestoßen. Da mich das Thema sehr interessiert, habe ich meine Recherche vertieft. So bin ich auf dem Blog Du kannst es! gelandet und habe dort einen Hinweis auf das Buch „Was die Seele essen will“ von Julia Ross gefunden.

Nachdem ich die ausführliche Buchvorstellung gelesen habe war ich mir sicher, dass dieses Buch genau das ist, was ich gesucht habe. Kurze Zeit später ist das Buch als eBook auf meinem Reader gelandet und ich habe genau das gefunden, was ich brauchte.

Wenn man den Titel „Was die Seele essen will“ liest, dann stellen sich sicherlich viele Leute – genau wie ich auch – vor, dass man in diesem Buch Rezepte findet oder Hinweise darauf, welche Nahrungsmittel die Seele braucht um gesund und glücklich zu sein/bleiben. Die Vorstellung über den Inhalt ist nicht ganz falsch, aber auch nicht ganz richtig.

Julia Ross ist Psychotherapeutin und behandelt in ihrer Klinik seit vielen Jahren Menschen, die unter Depressionen, Schlafstörungen, Zwangsstörungen und/oder Suchterkrankungen leiden. Leider ist es heutzutage gängige Praxis, dass man Depressionen mit Antidepressiva und Schlafstörungen mit Schlafmitteln behandelt. Dass das nur eine Unterdrückung der Symptome, nicht aber die Lösung für das Problem ist, sollte jedem klar sein. Julia Ross geht einen gänzlich anderen Weg – sie behandelt diese Krankheiten, indem sie dem Gehirn des Patienten die Botenstoffe (Neurotransmitter) zuführt, die für Reaktionen und Emotionen zuständig sind und mit großer Wahrscheinlichkeit nicht in ausreichender Menge vorhanden sind, um das Problem selbst zu lösen bzw. gar nicht erst aufkommen zu lassen.

So ist z. B. ein niedriger Serotoninspiegel ursächlich für Zwangsverhalten, Besorgnis, Reizbarkeit und Schlafprobleme. Ein Mangel an Katecholaminen lässt den Patienten lethargisch und energielos werden. Menschen mit niedrigem GABA-Spiegel sind schnell gestresst, überfordert und aufgeregt und nicht zuletzt ist ein Mangel an Endorphinen Grund dafür, dass man bei jeder Kleinigkeit anfängt zu weinen, schmerzempfindlich und verletzlich ist.

Wir leben in einer hochtechnisierten Zeit und befinden uns in Deutschland medizinisch auf sehr hohen Niveau – trotzdem werden es immer mehr Menschen, die von Burnout, Depressionen und anderen psychischen Problemen betroffen sind. Wir haben immer weniger Zeit selbst zu kochen, unsere Lebensmittel haben mit „Leben“ nur noch herzlich wenig zu tun und wir greifen immer öfter zu Convenience- bzw. Fast-Food-Produkten. Die Hand voll Vitamine und Mineralstoffe, die wir auf diese Art und Weise zu uns nehmen, reicht wahrscheinlich nicht im entferntesten aus, unseren Körper mit dem zu versorgen, was er braucht. Und wenn jemand dann zur Nahrungsergänzung greift, dann doch eher zum Vitamin-Komplex als zum Aminosäuren-Komplex.

Im Buch „Was die Seele essen will“ gibt es 4 Fragebögen, mit denen man sich selbst testen kann. So gibt es zu jedem der fehlenden Botenstoffe (Neurotransmitter) das entsprechende Szenario:

1. Befinden Sie sich unter einer dunklen Wolke? (Serotoninmangel)
2. Fühlen Sie sich „bla“? (Katecholaminmangel)
3. Ist Stress Ihr Problem? (GABA-Mangel)
4. Reagieren Sie zu empfindlich auf die Leiden des Lebens? (Endorphin-Mangel)

Für jeden Fragebogen gibt es eine Punktzahl, ab der man davon ausgehen kann, dass man unter einem Mangel des entsprechenden Neurotransmitters leidet. Es kann auch durchaus sein, dass man sich gleichzeitig in 2 Szenarien wiederfindet.

Zu jedem Gemütszustand gibt es ein Kapitel, welche Faktoren im Leben dem Körper die entsprechenden Nährstoffe über alle Maßen entziehen und wie man dem entgegen wirken kann. Zum Ende des Kapitels gibt es eine Zusammenfassung der Nahrungsergänzungsmittel, die man dagegen einsetzen kann. Und einen Hinweis darauf, woran es liegen kann, wenn das entsprechende Mittel nicht wirkt.

Zusätzlich zu den Kapiteln 1 – 4 gibt es noch Kapitel, die sich mit Schilddrüsen- bzw. Nebennierenfehlfunktionen beschäftigen und bei älter werdenden Männern/Frauen gibt es Hinweise auf ein Ungleichgewicht im Hormonstoffwechsel in den Wechseljahren. Dann gibt es ein Kapitel „Gute-Laune-Nahrung“ bzw. „Weg mit der Schlechte-Laune-Nahrung“, denn auch mit der ausgewogensten Zusammenstellung der Nahrungsergänzungsmittel sollte man Dinge aus seinem Speiseplan streichen, die dem Körper Nährstoffe rauben statt sie zu geben – dazu gehören z. B. Zuckerersatzstoffe und Koffein, Weißmehl und viele andere Stoffe, die hier aufgezählt werden.

Das Buch ist aufgrund seiner Thematik wissenschaftlich gehalten und obwohl ich an wissenschaftlichen/medizinischen Themen sehr interessiert bin, musste ich manches 2 x lesen um zu verstehen, was genau die Autorin damit sagen möchte.

In diesem Buch werden Nahrungsergänzungsmittel empfohlen – das kann man gut oder schlecht finden, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Einige Vitamine/Mineralstoffe sind synthetisch hergestellt, Antidepressiva werden aber sicherlich auch nicht aus natürlichen Stoffen hergestellt. Und in dem Fall würde ich die Nahrungsergänzungsmittel vorziehen, denn die haben weniger bis gar keine Nebenwirkungen.

Die Autorin empfiehlt für alle Menschen mit psychischen Problemen einen Basis-Plan an Nahrungsergänzungsmitteln. Der enthält einen Vitamin-Komplex und alle gängigen Vitamine wie B(-Komplex), C, D, E, Calzium und Magnesium. Zusätzlich zu den Basis-NEMs kommen dann die entsprechenden Mittel aus den Szenarien, in denen man sich gefunden hat. Die Nährstoffe sollen nicht für den Rest des Lebens genommen werden. Sobald der Mangel abgestellt wurde, kann man die NEMs weg lassen und bei Bedarf dann zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht wieder nehmen.

Für mich war das Buch eine echte Bereicherung und ich habe wieder einiges gelernt. Eine mir sehr nahestehende Person wird in den nächsten 4 Wochen Erfahrungen mit 5-HTP und L-Tyrosin als Nahrungsergänzung machen und ich bin gespannt auf das Ergebnis.

(Kleiner Tipp am Rande: Das L-Tyrosin z. B. gibt es im Bodybuilder-Shop um einiges günstiger als in der Apotheke).

Für Menschen mit Depressionen, die bisher jedoch noch keine Antidepressiva nehmen, ist dieses Buch und die darin beschriebenen Vorgehensweise mit Sicherheit eine Alternative zu Medikamenten. Menschen, die schon Medikamente nehmen, sollten keinesfalls etwas ohne Wissen und Zustimmung des Arztes unternehmen.

[LtaM]: Buch mit mehr als 400 Seiten – 3,00 €

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[Challenge] Flow-Challenge #37

flow

Lange habe ich keinen Beitrag mehr zur Flow-Challenge geschrieben. 😦
Wir haben schon April und irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Zeit einfach nur so an mir vorbei rennt. Geht es Euch auch so? 

Auf der Suche nach etwas sonntäglichem Blog-Input, bin ich bei Nana – Der Bücherblog über die Flow-Challenge gestolpert.

Es gibt da ein Magazin mit Namen „Flow“, in dem sich immer irgendwelche Extras befinden. Vor kurzem war es das kleine Buch „1000 Fragen an Dich selbst“.

Heute gibt es die Antworten auf die Fragen 361 – 370 

361. Gibt es Tage, an denen Du überhaupt nicht sprichst?

Hallo? Ich bin eine Frau, gibt es Tage, an denen die nichts sprechen? 😀

Ernsthaft, ich kommuniziere mit meiner Familie, ich rede mit meinen Hunden und ich muss unter der Woche mit Kunden Gespräche führen. Wie sollte ich da „nichts sprechen“?

362. Was bedeutet Ausschlafen für Dich?

Ausschlafen bedeutet …. so lange schlafen, bis ich von alleine wach werde. Das kann um 08.00 Uhr sein, aber auch um 11.00 Uhr. Länger als 11.00 Uhr schlafe ich ganz ganz selten.

363. Freust Du Dich für andere immer aufrichtig?

Wenn ich mich für jemand anderen freue, dann ja – dann freue ich mich aufrichtig. Bevor ich jedoch Freude heuchele, lasse ich es lieber sein. Eigentlich kann man mich lesen wie ein offenes Buch. Gefühle sind bei mir immer echt und ehrlich – und heftig. 🙂

364. Wofür stehst Du jeden Tag wieder auf?

Für die Menschen, die ich liebe, für meine Hunde, für meine Freunde und das, was mein Leben füllt und ausmacht. Mein Leben hält nicht jeden Tag große Highlights für mich bereit, aber bis jetzt freue ich mich über jeden Morgen, an dem ich gesund und munter die Augen aufschlagen kann. 

Das Leben ist schön
– niemand hat gesagt, dass es einfach ist.

365. Würdest Du gerne in einem anderen Land leben?

Die Antwort lautet ganz klar: Jaein 🙂
Ich lebe gerne in Deutschland. Ich kann nichts dafür, dass meine Eltern Deutsche sind und ich hier geboren bin. Hier zu leben empfinde ich als Privileg. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern geht es uns hier in Deutschland sehr gut und ich empfinde oft, dass wir auf viel zu hohem Niveau meckern. Wir leben in einem Land in dem nicht viele Naturkatastrophen passieren, wir sind von Krieg und Terror weitestgehend verschont (auch wenn man manchmal das Gefühl haben könnte, dass es gerade wieder geballte Terroranschläge gibt, sind diese doch in Deutschland insgesamt recht selten). Wir haben ein soziales Netz, das die meisten Menschen auffängt. Trotzdem habe ich an Deutschland eines zu bemängeln: Das Klima. Je älter ich werde, desto mehr leide ich unter Kälte und Nässe und ich sehen mich nach einem warmen Land, in dem auch im „Winter“ die Temperaturen nicht ins bodenlose fallen und ein „Sommer“ auch tatsächlich Temperaturen über 25°C bereit hält. 

366. Wie verhältst Du Dich, wenn Du nervös bist?

Ich fange an mit den Händen zu gestikulieren und oftmals fehlen mir dann auch die Worte.

367. Weichst Du auf Deinem Arbeitsweg manchmal von der Route ab?

*lach* Nein, das kann ich gar nicht. Meine Arbeitsstelle befindet sich im gleichen Haus, in dem ich auch wohne.

368. Welche Obstsorten verwendest Du am liebsten für einen Obstsalat?

Apfelsinen, Äpfel, Bananen, Trauben sind so die gängisten Sorten, die ich in einen Obstsalat stecke. 

369. Ist es wichtig für Dich, was andere Leute von Dir denken?

andere Leute = meine Familie, meine Freunde, dann eindeutig „Ja“
andere Leute = Bekannte, flüchtige Bekannte, Fremde, dann „Nein“

370. Was ist Dein Lieblings-Zitat?

Es ist kein Zitat, sondern ein Spruch.

Wenn Du still bist,
verstehen Dich nur Menschen,
die Dich fühlen ♥

Das waren die Fragen 361 – 370 von 1.000

Vielleicht möchtest Du die Challenge ja auch gerne mit auf Deinen Blog nehmen?! Dann schreib mir einen Link in die Kommentare, damit ich bei Dir vorbeischauen kann – und bitte, verlinke auch Nana – Der Bücherblog.

Nun wünsche ich Dir einen schönen Sonntag!

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Lese-Statistik 1. Quartal 2018

Hallo Ihr Lieben,

ist es nicht krass – da sind die ersten 3 Monate des Jahres 2018 schon vorbei und gefühlt hatten wir gerade erst Neujahr. Mein Leseverhalten ist noch immer etwas zurückgefahren, aber ich fühle mich mit dem gelesenen Pensum ganz gut, deswegen muss und will ich daran nix ändern. Es kommen sicherlich auch wieder Zeiten, in denen ich rund um die Uhr ein Buch in der Hand habe.

Nun zu den Büchern, die ich seit Januar 2018 gelesen habe.

Beendet im Januar:

Sommer unter schwarzen Flügeln – 271 Seiten

Komplett gelesen in Januar/Februar/März:

Scherbennacht – Nicole Neubauer – 384 Seiten
Ein Morgen wie Jasmin – Marie Enters – 122 Seiten
Mit Hanna nach Havanna – 384 Seiten
God’s Kitchen – Margit Ruile – 320 Seiten
Die Kamelien-Insel – Tabea Bach – 336 Seiten
Was die Seele essen will – Julia Ross – 437 Seiten

Im Januar begonnen:

Zu diesem Buch darf ich leider noch nichts sagen. Ich habe es über die Plattform „Jellybooks“ erhalten. Es wurde als Vorablesen-Exemplar durch den Heyne-Verlag zur Verfügung gestellt und erscheint am 08.10.2018.

??? – XXXXXXX – 61/270 Seiten

= 2.315 gelesene Seiten (entspricht 26 gelesenen Seiten/Tag)

Kennst Du eines von den Büchern, die ich im 1. Quartal 2018 gelesen habe?

Wenn ja, welches hast Du gelesen und wie hat es Dir gefallen?

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Die Kamelien-Insel (Tabea Bach)

Taschenbuch: 336 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch)
Auflage: 3. Aufl. 2018 (23. Februar 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404176316
ISBN-13: 978-3404176311
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
Preis Taschenbuch: 9,90 €
Preis eBook: 8,99 €
Preis Audio-CD: 12,49 €

Klappentext:

Sylvia hat ausgesorgt, doch glücklich ist sie nicht in ihrem terminreichen Leben und in ihrer scheinbar perfekten Ehe. Als sie eine Kamelien-Insel in der Bretagne erbt, lässt sie München hinter sich. Aber Sylvias finanztüchtiger Mann hat die Insel bereits zum Verkauf angeboten. So ist man in der Kameliengärtnerei nicht gut auf die unbekannte Erbin zu sprechen. Gefangen vom Zauber der Insel und berührt von der Herzlichkeit der Menschen, gibt Sylvia ihre Identität nicht preis. Als sie sich in Maël verliebt, der als Gärtner auf der Insel arbeitet, wird ihre Lage erst recht kompliziert …

Ein wunderbarer Roman über die wichtigen Dinge des Lebens: Liebe, Mut und Zuversicht.

Eine Insel voller Kamelien

Sylvia und Holger von Gaden sind seit 10 Jahren verheiratet, wohnen in einem Luxus-Penthouse am Englischen Garten und jeder für sich ist in seinem Beruf überaus erfolgreich. Sylvia ist Unternehmensberaterin und Holger ist Immobilien-Makler, beide arbeiten auf hohem Niveau was dafür sorgt, dass sie finanziell ausgesorgt haben. Als Sylvia von einem größeren Auftrag nach Hause kommt, eröffnet ihr Mann ihr, dass sie Post von einer Anwaltskanzlei bekommen hat: Ihre Tante Lucie, die sie vor vielen Jahren zum letzten Mal gesehen hat, hat ihr eine kleine Insel in der Bretagne hinterlassen, auf der sie eine Gärtnerei betrieben hat.

Da Holger beruflich passenderweise gerade in Frankreich unterwegs war, hat er sich die Insel angeschaut und ist der Meinung, dass man die heruntergekommene Gärtnerei mitsamt der Insel verkaufen sollte. Voller Vertrauen unterschreibt Sylvia die Vollmachten für den Verkauf und gibt ihr Erbe aus der Hand.

Als ihr unerwartet ein geplatzter Auftrag 4 freie Wochen im Terminkalender spendiert, fährt sie spontan in die Bretagne und stellt fest, dass die Gärtnerei weder heruntergekommen noch bankrott ist, im Gegenteil. Nachdem sie die Menschen kennengelernt hat, die mit ihrer Tante Lucie gelebt und gearbeitet haben, möchte sie vom Verkauf der Insel zurücktreten. Leider ist das gar nicht mehr so einfach, da es schon einen Investor gibt. Kann der Verkauf noch rückgängig gemacht werden?


„Die Kamelien-Insel“ ist der Auftakt zu einer Trilogie, geschrieben von Tabea Bach. Es handelt sich um einen Frauen-Roman, in dem es um Liebe, Vertrauen und Verrat geht. Die Tatsache, dass der Klappentext schon sehr viel verrät, schmälert – zumindest bei mir – den Lesegenuss nicht. Bei manchen Geschichten ist es nicht wichtig, ob man das Ende vorhersagen kann oder nicht.

Sylvia ist mir von Anfang an sympathisch, aber sie wirkt kühl und unnahbar. Mit Holger führt sie zwar eine gute Ehe, sicherlich war es aber keine Liebesheirat – oder die Liebe ist in den letzten 10 Jahren, hinter dem großen Arbeitspensum, deutlich auf der Strecke geblieben. Ihr Umgang miteinander ist respektvoll und freundlich, aber irgendwie kühl. Als ihr Mann ihr mitteilt, dass sie die geerbte Insel verkaufen sollte, hinterfragt sie diese Entscheidung nicht. Sie unterzeichnet blind die Verkaufsunterlagen, warum sollte sie ihrem Mann auch nicht trauen? Schließlich verdient er sein Geld mit dem Verkauf von Immobilien/Grundstücken. Erst als sie sich mit eigenen Augen vom gar nicht so desolaten Zustand der Insel mitsamt der Gärtnerei und der angeschlossenen Kamelien-Zucht überzeugt, stellt sie sich die Frage, warum ihr Mann sie über den Zustand der Insel belogen hat. Vielleicht war das ja auch nicht die einzige Lüge zwischen ihnen?

Holger ist von Anfang an unsympathisch. Er ist irgendwie glatt, nicht greifbar und die Tatsache, dass er sich das Erbe seiner Frau schon mal vorab angeschaut hat – ohne, dass sie zu diesem Zeitpunkt überhaupt etwas von diesem Erbe wusste – empfinde ich als übergriffig. Er drängt Sylvia sehr schnell zum Verkauf der Insel und mein Bauchgefühl sagt mir, dass mit Holger etwas nicht stimmt. Kann ich mich auf meinen Bauch verlassen?

Vero, die beste Freundin von Sylvia, hat verstanden was es heißt, das Leben zu genießen. Jeder sollte so eine „beste Freundin“ haben.

Solenn und die anderen Bewohner der Kamelien-Insel legen das typisch bretonische Verhalten an den Tag – sie sind verschlossen, reserviert und öffnen sich erst nach und nach demjenigen, den sie in ihr Herz geschlossen haben.

Mael arbeitet als Gärtner auf der Kamelien-Insel und Sylvia verliebt sich gleich nach ihrer Ankunft in ihn. Für mich geht das alles irgendwie zu schnell, aber das Leben hält ja oftmals die unmöglichsten Dinge für einen bereit. Mein Herz ist ihm nicht gleich zugeflogen und auch zum Ende des Buches ist es für mich nicht der „wow-Charakter“, aber er ist bodenständig, weiß was er will und kämpft für seine Träume.

Die wunderbare Beschreibung der Landschaft und der verschiedenen Kameliensorten, die auf der Insel gezüchtet werden, wecken sofort die Lust in mir hinzufahren und sich das alles anzuschauen. Leider handelt es sich um eine fiktive Insel, die jedoch genau so in der Bretagne existieren könnte.

Der Schluss des Buches ist in sich abgerundet, lässt aber ausreichend Raum für eine Fortsetzung – die im Herbst 2018 unter dem Namen „Die Frauen der Kamelien-Insel“ erscheinen wird. Ich freue mich schon darauf.

 LtaM: Buch mit mehr als 300 Seiten – 2,00 €

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Mittendrin Mittwoch #67

Mittendrin Mittwoch

Diese Aktion wurde von elizzy91 von READ BOOKS AND FALL IN LOVE erstellt.

Beim „Mittendrin Mittwoch“ geht es um Zeilen aus dem Buch/den Büchern, in denen man gerade drinnensteckt.


Ich lese aktuell mal wieder 2 Bücher parallel. „Die Kamelien-Insel“ in einer Leserunde bei Leserunden.de und über „Was die Seele essen will“ bin ich vor 2 Tagen per Zufall gestolpert, als ich nach „Dopaminmangel“ in Zusammenhang mit Depressionen  und Schlafstörungen recherchiert habe. Ich habe das nicht für mich recherchiert, Gott sei Dank bin ich nicht betroffen, aber das Buch beschäftigt sich nicht nur mit Dopaminmangel sondern mit ganz vielen Mangelerscheinungen durch Nährstoffe, so dass ich mir das Buch einmal näher anschauen wollte. Es wäre zu einfach …… aber es ist einen Versuch wert.


 

„Ich hab mir Sorgen gemacht!“ Mael sah sie an, und in seinen Augen spiegelten sich der klare Himmel und das leuchtende Meer. Sylvia hatte gerade die Einkäufe in die Küche getragen und, da sie Solenn nirgendwo entdecken konnte, im Kühlschrank verstaut. Im Hof war sie dann Mael begegnet, und ein Leuchten war in seinem Gesicht aufgegangen.

Die Kamelien-Insel – Tabea Bach
Seite 116/336

Leserunde bei Leserunden.de



Wenn Sie bisher noch keine dieser Antidepressiva einnehmen, überlegen Sie vielleicht, ob Sie nicht vorher eine Nährstofftherapie ausprobieren sollten.  Nehmen Sie bereits eines dieser Medikamente, fragen Sie sich womöglich, ob es nicht natürliche Heilmittel gibt, die bei Ihnen besser wirken oder die Ihnen zusätzlich zu Ihren Medikamenten von Nutzen sein könnten. Wir haben mit Hunderten Patienten gearbeitet, die entweder Antidepressiva einnehmen oder darüber nachdachten, und wir haben festgestellt, dass bei den meisten von ihnen bestimmte Nährstoffalternativen besser anschlugen als ihre Tabletten. Doch sie wirken nicht bei jedem. Die Frage ist: Wirken sie bei IHNEN?

Was die Seele essen will: Die Mood Cure – Julia Ross
Position 4371/7721 (75 %)


Was liest Du gerade und wie sehen deine nächsten Zeilen aus?

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Mit Hanna nach Havanna (Theresia Graw)

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1227 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (19. Februar 2018)
ASIN: B071XR1BX7
Preis eBook: 8,99 €
Preis Taschenbuch: 9,99 €

Klappentext:

Eine junge Frau + eine alte Dame + ein rosa Cadillac = das verrückteste Abenteuer ihres Lebens!

Katrin, Mitte dreißig und Journalistin mit Ambitionen, ist stolz darauf, immer alles fest im Griff zu haben – bis ihr Chef ihr mitteilt, dass sie in Zukunft das wenig prestigeträchtige Seniorenmagazin des Senders moderieren wird. Sie ahnt nicht, dass eine der Zuschauerinnen ihr wohlorganisiertes Leben bald schon restlos auf den Kopf stellen wird. Johanna ist auf der Suche nach ihrer ersten großen Liebe – die sie auf Kuba vermutet. Und sie will Katrin als Reisebegleitung engagieren. Hitze, Salsa und Cuba libre? Nein danke, denkt sich Katrin. Und ist doch kurz darauf auf dem Weg in das turbulenteste Abenteuer ihres Lebens …
 

2 Frauen auf einem Roadtrip durch Kuba

Als Katrin Fabers Chef sie zu einem privaten Abendessen einlädt, gibt es für sie nur 3 angemessene Anlässe: Er möchte ihr seine Liebe gestehen, er wird sie über ihre Beförderung unterrichten oder es geht um ihre Nominierung für den begehrten und renommierten Journalistenpreis „Goldener Griffel“. Nicht im Traum hätte Katrin sich ausmalen können, dass sie nicht befördert sondern degradiert wird – sie soll in Zukunft das Seniorenmagazin des Senders moderieren. Nachdem ihre 1. Sendung ausgestrahlt wurde, erreichte Katrin ein Leserbrief von Johanna Maria Henriette Wagner von Trottau zu Dannenberg.

Johanna, genannt Hanna, möchte 2 Dinge von Katrin:

1. Sie soll ihre Memoiren schreiben
2. Sie soll sie auf ihre Reise nach Kuba begleiten, um große Liebe Julius zu finden

Nach anfänglichem Zögern willigt Kathrin ein, die alte Dame zu begleiten. Nicht, weil sie so gerne bei der Suche nach Hannas großer Liebe helfen möchte, sondern weil sie in dieser Reise eine Chance sieht, doch noch die Nominierung für den „Goldenen Griffel“ zu bekommen. Und so sitzen Katrin und Hanna kurze Zeit später im Flieger nach Havanna.


Ich lese nicht gerne Bücher, in denen es um sogenannte Road-Trips geht. Üblicherweise treffen diese Geschichten nicht meinen Humor. Bei diesem Buch habe ich eine Ausnahme gemacht, da mir das vorhergehende Buch der Autorin „Wenn das Leben Loopings dreht“ richtig gut gefallen hat. Ich habe „Mit Hanna nach Havanna“ also eher wegen der Autorin als wegen des Inhalts ausgewählt. Leider konnte mich aber auch diese Geschichte nicht überzeugen.

Katrin und Johanna, die beiden wichtigsten Figuren in der Geschichte, regen mich schon direkt am Anfang ihrer gemeinsamen Reise auf und das ändert sich auch nicht sehr viel im weiteren Verlauf der Reise.

Katrin ist total auf ihr Ansinnen fixiert Julius zu finden, ihn zu seiner Auswanderer-Geschichte in Bezug auf die kubanische Revolution zu interviewen, nach Hause zu fliegen und mit ihrem Artikel die Nominierung für den „Goldenen Griffel“ zu erhalten. Sie ist die totale Spaßbremse und für ihre 33 Jahre ist sie ziemlich spießig. Sie möchte weder tanzen noch etwas trinken (außer Mineralwasser) und irgendwie fehlt ihr jedweder Humor. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit treibt sie Hanna an.

Hanna ist 78 Jahre alt und möchte auf dieser Reise ihre erste große Liebe Julius suchen, der sie vor vielen Jahren verlassen hat um nach Kuba zu gehen. Im Gegenteil zu Katrin möchte Hanna all die schönen Dinge erleben, die Kuba zu bieten hat – am meisten spricht sie hier den überaus hochprozentigen Cocktails zu, gerne schon am Morgen. Hanna hinterlässt bei mir den Eindruck einer gealterten Dame, die gerne ein paar verpasste Gelegenheiten nachholen möchte.

Was mir an Hanna jedoch gefällt ist die Tatsache, dass sie sich noch an den kleinen Schönheiten des Lebens erfreuen kann.

Eine Terrasse mit Ausblick aufs Meer – Hanna kann es genießen, Katrin ist genervt
Die Gastfreundschaft der Kubaner – Hanna kann es genießen, Katrin ist genervt
Ein Tag auf der Zigarrenplantage – Hanna kann es genießen, Katrin … na, was wohl….

Natürlich werden sie von den Einheimischen auch über’s Ohr gehauen, landen in einer privaten Unterkunft statt dem gebuchten Hotel, setzen ihre Reise mit einem Mietwagen fort, der unterwegs ganz gepflegt die Grätsche macht, und sie fahren stundenlang in die falsche Richtung – also alles, was so einen Road-Trip eigentlich interessant macht.

In einer Bar bekommt Katrin per Zufall mit, dass noch jemand auf der Suche nach Julius ist. Ein junger Mann namens Max, der seinen Reisefortschritt auf seinem Blog „Reisemax“ veröffentlicht. Sofern Katrin über einen Internetzugang verfügt (den es nur an einigen wenigen Stellen gibt, zudem kostenpflichtig) kann sie den Fortschritt von Max‘ Suche nach Julius im Auge behalten. Ein weiterer Grund, schnellstmöglichst die Reise fortzusetzen um Julius vor Max zu finden.

Im Laufe der Reise taut Katrin ein wenig auf und zum Schluss hin wird sie manchmal sogar richtig zugänglich. Natürlich gibt es für Hanna ein Happy End, aber auch für Max, der mir als Figur sogar ganz sympathisch war. Nur der Grund, warum er zeitgleich mit Hanna/Katrin nach Julius suchte, war mir dann doch ein wenig zu viel Zufall.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen und wenn die Charaktere Hanna und Katrin nicht so sperrig gewesen wären, hätte mir die Gesichte auch etwas Spaß gemacht. Aber wahrscheinlich ist genau das der Clou hinter einem Road-Trip – nicht alltägliche Personen, die sich gemeinsam auf eine Reise machen.

Für mich war dieses Buch leider nichts, für eine/n andere/n LeserIn kann es durchaus das witzigste Buch des Jahres werden. Ich habe mal wieder gemerkt, dass ich Road-Trip-Bücher einfach im Regal stehen lassen sollte. Auch, wenn sie von einer/einem mir bekannten AutorIn geschrieben wurden.

[LtaM]: Buch mit mehr als 300 Seiten – 2,00 €

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God’s Kitchen (Margit Ruile)

Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Loewe (12. März 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785584474
ISBN-13: 978-3785584477
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
Preis Taschenbuch: 14,95 €
Preis eBook: 11,99 €

Klappentext:

Chi sieht aus wie ein Kind. Blass und schmal. Die Züge so bleich. Die Haut zart und durchscheinend. Lange Wimpern an den Lidern der mandelförmigen Augen. 

Fast echt. 

Denn Chi ist ein Roboter, an dessen Programmierung die 19jährige Celine während ihres Praktikums am Institut für neuronale Informatik mitarbeiten soll. Obwohl Celine weiß, dass Chi nur eine Maschine ist, baut sie eine Beziehung zu ihr auf. Aber als es zu ungeklärten Todesfällen am Institut kommt, ist klar, dass das Projekt gestoppt werden muss. 

Wenn Künstliche Intelligenz sich zu weit entwickelt ….

Die 19jährige Celine studiert Psychologie an der Universität in München. Zur Zeit sind Semesterferien und außer einer langweiligen Hausarbeit steht nix an. Da Celine ihre Familie vor langer Zeit bei einem Zugunglück verloren hat, bleibt ihr nichts anderes übrig, als die Semesterferien in ihrem 12qm-Studenten-Bungalow im Olympischen Dorf zu verbringen, während ihre Kommilitonen nach Hause zu ihren Familien fahren.

Die Tage plätschern so vor sich hin und sind ausgefüllt mit dem Schreiben der Hausarbeit oder mit „vor Langeweile aus dem Fenster schauen“ und dem Beobachten ihres Nachbarn Robert, der Celine seit einem Zwischenfall vor wenigen Tagen aus dem Weg geht. Da kommt ihr der Anruf ihrer neuen Freundin Pandora gerade recht.

Pandora scheint irgendwie anders zu sein als alle anderen Menschen, die Celine bisher kennengelernt hat. Sie fühlt sich in Pandoras Nähe ausnahmsweise nicht „andersartig“ und so wundert es nicht, dass die Beiden sehr viel Zeit miteinander verbringen. Pandora arbeitet als wissenschaftliche Assistentin am Institut für neuronale Informatik und für die Arbeit mit Chi, einem Roboter mit Künstlicher Intelligenz, wird gerade eine Praktikantin aus dem Bereich der Psychologie gesucht. Celine sagt zu und so darf sie – in einem speziellen Raum im Institut, der God’s Kitchen genannt wird – verschiedene Tests durchführen, mit deren Hilfe Chi lernen und sich weiterentwickeln soll.

Die Tests werden immer merkwürdiger und je mehr Chi lernt, desto mehr entwickelt sie ein Eigenleben. Celine gerät mehr und mehr in Gefahr … und irgendwann gibt es nur noch eine Option: Das Selbstzerstörungsprogramm von Chi muss eingeleitet werden. Aber lässt sich eine Künstliche Intelligenz an einem bestimmten Punkt noch abschalten oder hat sie den Menschen die Kontrolle über sich selbst schon lange aus der Hand genommen?


Ich denke ich spoilere nicht zu viel wenn ich erwähne, dass Celine eine außergewöhnliche Gabe hat (das Thema wird gleich auf den ersten 3 Seiten im Buch angesprochen). Sie kann in die Zukunft sehen – nicht Wochen vorher sondern ganz kurze Zeit, bevor etwas passiert. Aufgrund dieser Einzigartigkeit ist Celine ein Einzelgänger.

„Ich hatte noch niemanden getroffen, der so war wie ich, und daher fühlte ich mich auf eine seltsame Art heimatlos“

Durch den frühen Tod ihrer Eltern hat sie einen großen Teil ihres Lebens in Kinderheimen und/oder Pflegefamilien verbracht, aber niemand hat es geschafft, ihr die Familie zu ersetzen oder ihr ein wirkliches Zuhause zu geben. Celine ist recht einfach gestrickt, zumindest was das Alltägliche betrifft, denn sie hat viele Dinge nach ihrer eigenen Aussage nicht gelernt.

„Ich habe jedenfalls nie gelernt, mich einzurichten und aus einem Platz ein Zuhause zu machen, indem ich Wände strich, Bilder aufhängte, Vorhänge aussuchte, all die Dinge, die meine Nachbarn wunderbarerweise beherrschten und die aus ihren Bungalows kleine heimelige Hütten machten. ….. ich hatte nicht gelernt mich zu beklagen. Beklagen können sich nur die, die von jemandem gehört werden.

Celine erzählt ihre Geschichte in der Ich-Form und das rückwirkend über 1 Jahr. Im Vordergrund steht natürlich das Thema der „Künstlichen Intelligenz (KI)“. Chi ist ein Roboter in Kindergestalt, was auf der einen Seite durch das „Kindchenschema“ sicherlich die Akzeptanz der Menschen gegenüber einem Roboter erhöhen könnte, andererseits könnte ich persönlich mir einen Kinder-Roboter weder als Haushaltshilfe noch als Pflegekraft vorstellen. Generell ist es für mich schwer vorstellbar, dass Roboter in Zukunft mehr und mehr in unser Leben vordringen, aber vor 20 Jahren war der Gedanke an ein Handy/Smartphone auch noch ziemlich utopisch. Heute sind sogar die „sprachgesteuerten internetbasierten persönlichen Assistenten“ aus vielen Haushalten nicht mehr wegzudenken, und auch diese entwickeln manchmal ein unerwünschtes Eigenleben.

Das Thema KI ist ziemlich faszinierend und wird von der Autorin hier auch sehr gut umgesetzt. Chi ist für einen ganz besonderen Einsatz vorgesehen und so analysiert diese auch immer die Körperhaltung sowie Mimik und Gestik der Menschen die mit ihr arbeiten, um diese bei sich selbst aufzunehmen und anzuwenden. Ebenso wird sie mit Emotionen „gefüttert“ und kann sogar echte Tränen weinen – bis sie dann anfängt Dinge zu tun, die nicht ihrer Programmierung entsprechen und jemand die Reißleine ziehen muss. Ein durchaus gruseliger Gedanke ….

Die Charaktere Celine, Kim und Pandora sowie im späteren Verlauf auch Kairos, bleiben für mein Befinden jedoch alle eher blass und unscheinbar. Ich schaffe es nicht, mich mit einem von ihnen wirklich zu identifizieren, was ich sehr schade finde. Auch untereinander ist die Beziehung der Protagonisten eher kühl – weswegen es mich erstaunt hat, dass da bei einer Person scheinbar doch mehr Gefühle im Spiel sind, als nach außen sichtbar wurde.

Die Autorin hat einen ruhigen Schreibstil und die Beschreibungen sind teilweise sehr bildhaft:

„Pandora neben mir schwimmt durch die Gänge wie ein Fisch im Wasser. Ich bin die zappelnde Kaulquappe daneben“.

Das Buch selbst lebt nicht von großartiger Spannung; trotzdem konnte ich nicht aufhören zu lesen, bis ich wusste wie die Geschichte endet. Das Ende war für mich dann aber anders als erwartet, überraschend, trotzdem blieben noch Fragen offen bzw. hatte ich das Gefühl, dass ich zu der ein oder anderen Sache die Vorgeschichte verpasst hatte.

Was die Entwicklung von Chi betrifft, so hätte das alles für mich gerne noch viel mehr Drama haben können. Ein Roboter der sich verselbständigt, das Thema birgt unglaublich viel Potential.

„God’s Kitchen“ ist ein Buch, das sich flüssig lesen lässt. Für meine Begriffe hätte es aber sowohl in Punkto Charaktere als auch was die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz betrifft, gerne mehr in die Tiefe gehen können.

LtaM: Buch mit mehr als 300 Seiten – 2,00 €

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