Floras Traum (Petra Durst-Benning)

floras traum

Baden-Baden, 1871. Eigentlich sollte die junge Flora die Samenhandlung ihrer Eltern übernehmen, doch dann geht ihr größter Traum in Erfüllung: Sie darf in der weltoffenen Kurstadt das Handwerk der Blumenbinderei erlernen. Die vornehmen Kunden sind begeistert von ihren geschmackvollen Arrangements und ihrem besonderen Verständnis von der Sprache der Blumen. Doch als Flora sich unsterblich verliebt, fordert sie das Glück heraus.

Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: List Taschenbuch (10. März 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548611893
ISBN-13: 978-3548611891

Flora hat einen großen Traum. Sie möchte nicht, wie ihre Eltern und Brüder, Samenhändlerin werden sondern Blumenbinderin. Als sie mit ihrer Mutter nach Baden-Baden reist um dort Samen zu verkaufen kommt Ihr der Zufall zu Hilfe. Der Blumenhändler Kuno Sonnenschein erleidet einen Schwächeanfall gerade als Flora und ihre Mutter an seinem Laden vorbei gehen. Abends im Gasthof kommt Flora mit Friedrich, dem Sohn der Sonnenscheins, ins Gespräch und sie erzählt ihm von ihrem Berufswunsch. Wieder zu Hause in Gönningen erreicht sie ein Brief von Friedrich Sonnenschein mit dem Angebot, daß sie den Beruf der Blumenbinderin erlernen könne wenn sie im Gegenzug seinem kränklichen Vater Kuno im Blumenladen zur Hand geht.

Flora ist sehr kreativ und so hat sie schon bald die vornehme Kundschaft von ihrem Können überzeugt. Eigentlich könnte alles perfekt sein …… wenn sie sich nicht verlieben würde.

Mein Fazit:

Floras Traum spielt im Jahr 1871 in Baden-Baden. Der Deutsch-Französische Krieg (1870/1871) ist gerade beendet, die Franzosen haben sich zurückgezogen und Baden –Baden versucht wieder die angesagte Sommerhauptstadt Europas zu werden die sie auch vor dem Krieg schon war. Durch das Spielkasino und die Thermalquellen strömen schon bald wieder „die Reichen und Schönen“ in die Kurstadt. In großem Maße handelt es sich hier um wohlhabende russische Fürstinnen und Fürsten die den Sommer in Baden-Baden und den Winter in Paris verbringen.

Wenn Petra Durst-Benning den Spaziergang von Flora und Friedrich durch Baden-Baden beschreibt, hat man das Gefühl selbst dabei zu sein. Ich war bisher in meinem Leben weder in der Baden-Badener Trinkhalle noch im Spielkasino – und doch war ich es während der Lektüre dieses Buches.

Es ist schön zu sehen wie sich die Protagonisten im Laufe des Buches verändern, an ihren Aufgaben wachsen oder auch Schicksalsschläge einstecken müssen die das ganze Leben verändern. Manchmal möchte man als Leser gerne eingreifen, dem Lethargischen mal einen Schubs geben, den Überflieger wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen.

Das Ende des Buches ist zwar in sich abgeschlossen aber es lässt durchaus Raum für eine Fortsetzung der Geschichte.

Ein 14 seitiges Glossar mit dem wunderschönen ABC der Blumensprache ist angehängt.

Bei „Floras Traum“ handelt es sich um eine komplette Neuauflage des Buches „Das Blumenorakel“, eigentlich der 2. Band der „Samenhändlerin-Saga“ welches jedoch sehr gut als eigenständiges Buch und ohne Vorkenntnis des 1. Bandes gelesen werden kann.

Der 1. Band „Die Samenhändlerin“ wurde 2011 verfilmt.

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