Rapunzelgrab (Judith Merchant)

Rapunzelgrab

Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. September 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 342651463X
ISBN-13: 978-3426514634
Preis: 9,90 €

Klappentext:

Ein Märchenmord! Das ist Kriminalhauptkommissar Jan Seidels erster Gedanke, als er zum Tatort nach Rheinbach gerufen wird. Am Fuße des verwunschenen Hexenturms liegt eine Frauenleiche mit langen blonden Zöpfen. Bald stellt sich heraus, dass das Opfer an einer rätselhaften Krankheit litt: dem Rapunzelsyndrom. Die Ermittlungen führen zu einem Zirkel von Schriftstellern, die einiges zu verbergen haben. Und zu einem Roman, der besser nie geschrieben worden wäre.

Rezension_sonne-4

Rapunzel, Rapunzel, lass mir Dein Haar herunter!

Im Rheinbacher Hexenturm fand abends eine kleine Lesung des Schriftstellers Niklas Schreck zu seinem Buch „Rapunzelmord“ statt. Am nächsten Morgen liegt am Fuße des Turmes eine Leiche: weiblich, sie trägt eine Perücke mit langen, blonden Haaren und in der geschlossenen Hand findet man einen blauen Schmetterling. Schnell offenbart sich dem Ermittler-Team Jan Seidel und Elena Vogt, dass die Tote am sogenannten Rapunzel-Syndrom gelitten hat. 

„Rapunzelmord“, „Rapunzel-Syndrom“ … gibt es eine Gemeinsamkeit zwischen dem Tod von Liane Riefers und dem Kriminalroman von Niklas Schreck?


 „Rapunzelgrab“ ist der 3. Krimi in dem Kommissar Jan Seidel ermittelt. Das Buch ist jedoch auch sehr gut ohne Vorkenntnis der Bücher „Nibelungenmord“ und „Loreley singt nicht mehr“ zu lesen und zu verstehen. 

Liane Riefers war Mitglied eines Literatur-Zirkels, in dem sich mehrere Menschen mit dem gleichen Hobby/Berufswunsch zusammengeschlossen haben. Nach außen hin wahren sie den schönen Schein der Zusammengehörigkeit, hinter den Kulissen ist es auch hier so, dass man sich gegenseitig nicht das Schwarze unter den Fingernägeln gönnt. 

Krimiautor Niklas Schreck ist ein überaus ichbezogener Mensch, dem es nur so lange gut geht, solange sein Buch auf der Bestsellerliste zu finden ist. Sein Verleger Walli ist in meinen Augen schon so etwas wie ein Mutterersatz für ihn. Ohne Walli ist Schreck nicht in der Lage zu existieren. Walli ist einer der Dreh- und Angelpunkte im Roman „Rapunzelgrab“ und auf mich machte er eher einen unsympathischen Eindruck. 

Die Ermittler Jan Seidel und Elena Vogt sind sympathische Menschen wie Du und ich. Gute Kriminalisten, die jedoch auch unter privaten Problemen zu leiden haben und diese haben natürlich Einfluss auf die Ermittlungen. Wer kann privates und berufliches wirklich zu 100 % trennen? Für mich kamen Jan und Elena absolut authentisch rüber. 

Jedes einzelne Mitglied des Literatur-Zirkels könnte der Mörder von Liane sein. Wer es dann tatsächlich war, hat mich persönlich überrascht, denn genau diese Person hatte ich eher nicht in Verdacht.

Mit „Rapunzelgrab“ hat Judith Merchant einen spannenden Roman geschrieben, der bis zum Schluss für Überraschungen sorgt und den Leser nicht schon ab der Hälfte ahnen lässt, wer denn für den Rapunzelmord zuständig war.

4_verkleinert Berner

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