Frohe Weihnachten

Wenn uns bewusst wird,
dass die Zeit,
die wir uns für einen anderen Menschen nehmen,
das Kostbarste ist,
was wir schenken können,
dann haben wir Weihnachten verstanden.

(Roswitha Bloch)

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Saturday sentence #36

Saturday sentence ist eine Aktion die ich bei Lesefee gefunden habe.

Ein kleines Buchspielchen für alle die teilnehmen möchten:

1. Nimm deine aktuelle Lektüre.
2. Gehe auf Seite 158 und zähle bis Satz 10 und teile uns so mit, wie dein Saturday sentence lautet.


Er machte einen weiten Bogen um die Demo und kam auf der anderen Seite beim Asylantenheim heraus. 

Sommer unter schwarzen Flügeln – Peer Martin

 


Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

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[Über den Weg gelaufen] Planeten

In Europa sind die Leute einsam wie Planeten.
Aber hier …. wir sind nichts ohne einander.
Die Frauen in Syrien sind keine Planeten im Weltall,
sie sind die Zutaten in einem Gericht.
Sie existieren nur in der Gemeinschaft.

Peer Martin – Sommer unter schwarzen Flügeln
Seite 61/469

Über den Weg gelaufen – Wörter, Sätze und Gedanken, die mir über den Weg gelaufen sind – in mich hinein geknallt und nicht mehr aus meinen Kopf wollten. Wörter aus Lieder, Sätze aus Bücher, ausgesprochene Gedanken anderer Menschen, flüchtig gesagte Worte, schwarz auf weiss Geschriebenes – alles mitten aus dem Leben.

Die Aktion ist von Nanacara und ich darf sie freundlicherweise auch auf meinem Blog durchführen.

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Mittendrin Mittwoch #65

Mittendrin Mittwoch

Diese Aktion wurde von elizzy91 von READ BOOKS AND FALL IN LOVE erstellt.

Beim „Mittendrin Mittwoch“ geht es um Zeilen aus dem Buch/den Büchern, in denen man gerade drinnensteckt.

Ich hatte im November bei einem Gewinnspiel auf  Lillis Buchseite den 2. Teil einer Trilogie gewonnen. Den 1. und den 3. Band habe ich mir selbst besorgt und heute habe ich mit Teil 1 begonnen.


Klappentext:

Nuri kommt aus Syrien und lebt im Asylbewerberheim. Calvin wohnt nur wenige Häuser weiter und ist Mitglied einer rechten Jugendgang. Als sie sich kennenlernen, erzählt Nuri ihm von ihrem Heimatdorf am Rand der Wüste und von dessen Schönheit. Doch dann kamen die Schwingen des Bösen und legten sich über das ganze Land. Je mehr Calvin über das Mädchen mit den dunklen Augen erfährt, desto mehr verliebt er sich in sie. Calvin möchte seine Gang verlassen – doch so einfach entkommt er seinen alten Freunden nicht.

„Ya Allah“, sagte Abi. „Was ist mit Dir passiert?“
„Nichts“, sagte Kamal und setzte sich schweigend auf einen der Plastikstühle.
„Nichts?“ murmelte Um Nabil und strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht, nur um etwas mit den Fingern zu tun. Ihr Haar war grau geworden. Vor 2 Jahren war es noch schwarz gewesen.
Kamal zuckte die Schultern. „Ich bin blöd gefallen. Ich gehe mich waschen und lege mich hin, ja? Ich bin müde“.

„Sommer unter schwarzen Flügeln“ – Peer Martin
33/496 Seiten

Dieses Buch lese ich ausnahmsweise mal ganz für mich alleine, ohne Leserunde 🙂


Was liest Du gerade und wie sehen deine nächsten Zeilen aus?

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[Challenge] Flow-Challenge #35

flow

Auf der Suche nach etwas sonntäglichem Blog-Input, bin ich bei Nana – Der Bücherblog über die Flow-Challenge gestolpert.

Es gibt da ein Magazin mit Namen „Flow“, in dem sich immer irgendwelche Extras befinden. Vor kurzem war es das kleine Buch „1000 Fragen an Dich selbst“.

Die heutigen Fragen zur Challenge kommen wieder von Sandra (Nana – Der Bücherblog). Da ich einige Fragen schon in anderen Ausgaben beantwortet habe, tausche ich diese aus.

Heute gibt es die Antworten auf die Fragen 341 – 350

341. Fürchtest Du Dich im Dunkeln?

ohne Hund – ja
mit Hund – nein 

342. Welchen Film würdest Du für einen Filmabend mit Freundinnen aussuchen?

„Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ zum Beispiel.

343. Wie sieht Deine ideale Welt aus?

Meine ideale Welt wäre frei von Kriegen, frei von Lügen und Intrigen, frei von Missbrauch jeglicher Art und frei von Vorurteilen.

344. Was bedeutet für Dich Geselligkeit?

Ein paar kurzweilige Stunden mit Freunden/Gleichgesinnten zu verbringen.

345. In welchem Beruf wärst Du wahrscheinlich ebenfalls gut?

In einem der mit Tiermedizin zu tun hat. 

346. Was waren die liebsten Worte, die Du jemals zu einer Person gesagt hast?

Du bist das Beste was mir je passiert ist.

347. Was von der Einrichtung in Deiner Wohnung hast Du selbst gemacht?

Die Bilder, die an meiner Wohnzimmerwand und an der Rückwand meiner Bücherregale hängen.

348. Fühlst Du Dich anders, wenn Du ein Kleid trägst?

Ich habe schon seit Jahren kein Kleid mehr getragen. Ich erinnere mich aber, dass ich mich früher immer viel weiblicher gefühlt habe, wenn ich ein Kleid getragen habe.

349. Machst Du manchmal Scherze auf Deine eigenen Kosten?

Nicht sehr oft aber ja, das mache ich schon mal.

350. Hast Du eine gute Menschenkenntnis?

Ja, ich würde sagen ich habe eine gute Menschenkenntnis. Natürlich hab auch ich mich schon mal (derbe) in einem Menschen getäuscht, aber grundsätzlich kann ich meinem Bauchgefühl trauen.


Das waren die Fragen 341 – 350 von 1.000

Vielleicht möchtest Du die Challenge ja auch gerne mit auf Deinen Blog nehmen?! Dann schreib mir einen Link in die Kommentare, damit ich bei Dir vorbeischauen kann – und bitte, verlinke auch Nana – Der Bücherblog.

Nun wünsche ich Dir einen schönen Sonntag!

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Der Tanz unseres Lebens (Noa C. Walker)

Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Tinte & Feder (28. November 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1542048516
ISBN-13: 978-1542048514
Preis: 9,99 €

Klappentext:

Als Florence durch das Eis bricht und in das kalte Wasser des Bergsees sinkt, hätte es der letzte Tag im Leben der Musicaldarstellerin sein können. Doch der junge Arzt Martin holt sie zurück ans Ufer. Es ist der Beginn einer Liebesgeschichte, umgeben von den Schicksalen, Wünschen und Geheimnissen einer Dorfgemeinschaft in den Bergen der französischen Schweiz. Dort leben auch Zoé, das kleine Mädchen, um das sich Florence liebevoll kümmert, und dessen Mutter Claire, deren Hoffnungen auf ein eigenes Hotel scheiterten.

Zwischen Martin und Florence liegt ein unausgesprochenes Geheimnis, das in ihre persönliche Vergangenheit zurückreicht. Noch kennt er nicht den wahren Grund für ihren Tanz auf dem Eis, und sie weiß nichts von seinem schweren Schicksal.

Der Tanz unseres Lebens

Was tut man, wenn man mit Leib und Seele Tänzerin ist und das Leben wirft einen aus der Bahn? Man tanzt …..

Florence hat gerade erfahren, dass ihr großer Traum – Musicaldarstellerin am Broadway in New York zu werden – geplatzt ist. Hals über Kopf flüchtet sie aus Paris und landet in einem kleinen Dorf in der Romandie*. Dort tanzt sie eines Abends auf einem zugefrorenen See und bei einem besonders gewagten Sprung bricht sie durch die Eisdecke ein. Glücklicherweise hatte sie bei ihrer Tanzeinlage einen heimlichen Beobachter, der sie umgehend aus ihrer lebensgefährlichen Lage befreit. Da Florence sich vehement weigert in ein Krankenhaus zu gehen, bringt Martin sie zu seiner Vermieterin Claire. Zwischen Claire, ihrer Tochter Zoe und Florence stimmt die Chemie auf Anhieb und so fragt Claire sie, ob sie sich vorstellen könnte als Kindermädchen für sie zu arbeiten, da Zoe an Trisomie 21 (Down-Syndrom) leidet.

Martin ist eigentlich Kinderkardiologe. Nach einem überaus ehrgeizigen Aufstieg auf der Karriereleiter folgte der Absturz durch den Tod eines seiner kleinen Patienten und so zog er sich in die Romandie zurück, um wieder zu sich selbst zu finden. Er hat dort eine kleine Praxis eröffnet in der er als Kinderarzt tätig ist.

Nachdem fest stand, dass ihr noch ungeborenes Kind am Down-Syndrom leidet, wurde Claire von ihrem Mann verlassen – noch bevor Zoe das Licht der Welt erblickte. Aus der Traum vom eigenen Hotel. Statt dessen kümmert sich Claire alleine um ihre Töchter Lysann, die eine Karriere als Skiläuferin anstrebt, und Zoe, die aufgrund ihrer Erkrankung nicht immer ganz einfach zu handhaben ist, und verdient ihr Geld als Angestellte in einem Hotel.

Als sich die Wege von Florence, Claire, Zoe, Lysann und Martin treffen wissen sie noch nicht, dass sie etwas gefunden haben, was sie nie nicht gesucht haben.


„Der Tanz unseres Lebens“ ist das 3. Buch, das ich von Noa C. Walker lese und wieder einmal hat mich die von der Autorin erschaffene Geschichte zutiefst berührt. Ihre Charaktere haben Tiefgang und Persönlichkeit und zusammen mit dem überaus schönen Schreibstil, findet man hier als Leser ein absolutes Wohlfühlbuch.

Dass es zwischen Florence und Martin irgendwann funken wird, das ist sicher. Aber die Liebesgeschichte zwischen den Beiden steht nicht im Vordergrund sondern wird langsam mit der Geschichte verwoben, denn zuerst einmal muss Florence genesen. Nicht von einer Krankheit, sondern von etwas, was ihrem Körper aber vor allem ihrer Seele angetan wurde. Und bei dieser Genesung helfen ihr Martin, Claire, Zoe und auch Lysann – jeder auf seine Art. Hier sollte aber auch „der Einsiedler“ nicht vergessen werden, denn auch er hat eine wichtige Rolle.

Zoe wird charakterlich hervorragend dargestellt. Aufgrund ihrer Krankheit ist sie nicht immer einfach zu handhaben, hat einen wesentlich höheren Betreuungsbedarf als normale Kinder, ist schonungslos offen und ehrlich (was wahrlich nicht immer gut ankommt) und hat die Angewohnheit besondere Situationen mit Zitaten zu untermalen. Ihre Sprüche sind sowohl herzerfrischend als auch nachdenklich und bis auf wenige Ausnahmen sind sie immer der Situation angemessen. Ich stelle mir Zoe als liebenswertes Geschöpf vor.

Auch Martin ist sehr sympathisch beschrieben. Wobei er erfrischenderweise nicht als besonders gutaussehender athlethischer Typ mit unvermeidbarem Sixpack beschrieben wird, sondern als normalsterblicher Mann mit Fehlern, Ecken und Kanten.

Claire schafft den Spagat zwischen Mutterschaft und Arbeitskraft – nicht immer leicht, aber sie schafft es. Eigentlich ist ja Zoe diejenige, die den erhöhten Betreuungsbedarf hat, aber das Schicksal von Lysann bringt Claire an ihre Grenze und darüber hinaus. Über ihren Ex-Mann verliere ich hier keine Worte …. das muss man einfach selbst gelesen haben.

Gerade an der Person von Lysann zeigt die Autorin, dass nicht alles im Leben ein Happy End haben kann. Wer nah am Wasser gebaut hat, sollte hier Taschentücher bereitlegen.

Sehr gut gefallen mir die immer wieder mal eingestreuten …wie soll ich sie nennen …. Sprüche? Weisheiten?

„War Glück vielleicht die Summe der aus der Bedeutungslosigkeit hervorgehobenen wundervollen Momente eines jeden einzelnen Tages?“

oder

„Ich habe schon seit 9 Monaten ein Kind. Und ebenso lange bin ich eine Mutter ….“

Das geht Florence durch den Kopf, als sie im Kreißsaal liegt und die Hebamme ihr sagt, dass sie pressen solle um das Kind zu bekommen und Mutter zu werden. Und wahrlich, das ist so. Mutter wird man ja nicht erst am Ende der Schwangerschaft, wenn das Kind das Licht der Welt erblickt.

Ebenso stimmig wie die Charaktere wird auch die Landschaft beschrieben. Ich würde mich gerne im Sommer an diesen See setzen und die Ruhe genießen – vielleicht käme dann ja auch gerade zufällig das lästernde Dreigestirn vorbei.

Um nun aber zum Punkt zu kommen – „Der Tanz unseres Lebens“ ist ein wundervolles Buch mit ganz viel Tiefgang, einer schönen Liebesgeschichte und wundervollen Zitaten. Von Anfang bis Ende harmonisch und einfach nur schön.

*Romandie = Bezeichnung für die französischsprachigen Gebiete der Schweiz

 Sparstrumpf-Challenge: Buch mit mehr als 300 Seiten – 2,00 €

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Mittendrin Mittwoch #64

Mittendrin Mittwoch

Diese Aktion wurde von elizzy91 von READ BOOKS AND FALL IN LOVE erstellt.

Beim „Mittendrin Mittwoch“ geht es um Zeilen aus dem Buch/den Büchern, in denen man gerade drinnensteckt.

In Gedenken an Aileen P. Roberts, deren Todestag sich gestern – 05.12.2017 – zum 2. Mal jährte.

Klappentext:

Caitir ist eine junge Frau, die in der Siedlung an der Westbucht (Skara Brae) lebt, soll mit einem Mann des Adlerclans verheiratet werden. Sie wurde zwar bei den Priestern ihres Clans ausgebildet, wartet jedoch schon seit langer Zeit auf ihre Vision, die sie zu einer Steinweisen machen wird. Sollte diese letzte Prüfung misslingen, wird es in den Augen ihres Vaters Zeit, endlich mit Brork vom Adlerclan eine Familie zu gründen, obwohl dieser Clan einen seltsamen Totenkult betreibt und Caitir ihn abstoßend findet.

Andrew ist ein vom Job gelangweilter Reiseleiter in Schottland. Er ist genervt von Touristen, die sich alles andere als ernsthaft für die Geschichte des Landes interessieren. Archäologie, Steinkreise und andere Relikte aus alter Zeit faszinieren ihn, und so unterhält er sich nach Feierabend mit Archäologen, die am Ness of Brodgar, dem Herzen des neolithischen Orkney, Ausgrabungen durchführen. Die ihm sympathische Archäologin Dianne berichtet von dem, was sie Anhand der Grabungen über die Menschen der Steinzeit herausgefunden haben.

Nach ihrer vermeintlichen Vision erkundet Caitir die Insel, trifft auf die Welt unserer Zeit, mit der sie nichts anfangen kann. Ihre Siedlung ist zerstört, und sie hält Andrew für den Schuldigen, den sie deswegen zu töten versucht.

Das letzte Werk von Aileen P. Roberts und nicht nur deswegen eine Ode an die phantastische Literatur.

„Wach auf“! Andrews Herz klopfte wie wild, als er aus dem Tiefschlaf auffuhr. Für einen Moment wusste er gar nicht, wo er sich befand. Um ihn herum waren nur Dunkelheit und eine flüsternde weibliche Stimme. „Wir müssen fort, Andrew“.

„Cait?“ Verschlafen fuhr er sich durch die Haare und streckte seine verspannten Schultern. Er hatte nicht gedacht, überhaupt ein Auge zumachen zu können, aber der anstrengende Tag hatte offenbar doch seinen Tribut gefordert. Jetzt war er durchgeforen und seine Knochen schmerzten vom Liegen auf der kalten Erde.

„Winterfeuer“ – Aileen P. Roberts / Stephan Lössl
126/418 eBook
Leserunde bei Lovelybooks


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Warum werden Menschen zu Mördern?

Guten Morgen ihr Lieben,

aufgrund einer zeitlichen Überschneidung habe ich vor kurzem etwas gemacht, was ich sonst nie mache – ich habe 2 Bücher des gleichen Genre parallel gelesen. Einerseits kann das verwirrend sein, da man gerne die Protagonisten der Bücher durcheinanderwürfelt, andererseits hatte ich aber auf diese Art und Weise auch mal einen direkten Vergleich.

Beide Krimis sind mit Leichen gepflastert, aber die Motive der Täter und auch ihre Vorgehensweisen könnten unterschiedlicher nicht sein.

Ausgelöst durch die brutalen Morde, die der Täter in „Ich schenke Dir den Tod“ begeht, habe ich mich – mal wieder – gefragt, was im Leben falsch gelaufen sein muss, dass man solche Greueltaten verüben kann? Wie viel (und was) braucht es, dass man zum Mörder wird?

Achtung Spoiler !!
Text bitte mit der Maus markieren um ihn sichtbar zu machen.

Während in dem einen Krimi der Täter situationsbedingt handelt, ohne das vorher lange geplant zu haben, geht unser Mörder in „Ich schenke Dir den Tod“ ganz gezielt vor. Hier handelt es sich auch um den Typen Mensch, den man sich üblicherweise vorstellt, wenn man an einen Mörder denkt. Als Kind ein Außenseiter, in der Schule gemobbt und gehänselt, immer kränklich, lebt mit der behinderten Mutter in wirklich ärmlichen Verhältnissen und niemand wollte je etwas mit ihm zu tun haben. Die Hänseleien seiner Mitschülerinnen hat er nie vergessen und so treibt ihn bei seinen Taten nur ein einziger Gedanke an: Rache.

Der Tatbestand des Mordes ist erfüllt, wenn aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen, heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, ein Mensch getötet wird.

Unser Täter in diesem Krimi bedient also ein gängiges Klischee; so stellt man sich einen Mörder vor. Aber nicht alle Menschen die anderen Menschen den Tod bringen, entsprechen diesem Typ und auch nicht alle Morde werden explizit vorher geplant. Im Gegenteil, oft ist es doch der Nachbar, der immer freundlich grüßt, immer hilfsbereit ist und mit seiner Tat dann das direkte Umfeld schockiert, weil man es ihm so gar nicht zugetraut hätte.

Dem klassischen Täter sagt man in der Regel ebenfalls eine psychische Krankheit bzw. Instabilität nach – aber auch das ist nicht grundsätzlich so. Es bedarf vielleicht gar keines übergroßen Reizes, dass Menschen wie Du und ich zum Mörder werden, denn Gewalt ist genetisch in uns verankert und es braucht wahrscheinlich nur den richtigen Trigger/Auslöser im richtigen Moment, damit wir uns vergessen.

In Zusammenhang mit einer anderen Recherche habe ich vor ein paar Wochen gelesen, dass jeder Mensch nach 10 Nächten ohne Schlaf sowohl psychisch als auch physisch in der Lage ist, einen anderen Menschen zu töten. Jeder von uns weiß, wie gereizt man sein kann, wenn man 1 – 2 Nächte hintereinander zu wenig geschlafen hat.

Die Gewaltbereitschaft steigt um ein Vielfaches und Geräusche/Dinge/Verhalten anderer Personen, die man im ausgeschlafenen Zustand eher nur am Rand wahrnimmt, werden unter Schlafentzug zu ausgeprägten Störenfrieden, auf die man unter Umständen entsprechend heftig reagiert.

Laut Statistik gab es im Jahr 2015 in Deutschland 296 Morde. Vergleichbar dazu starben 2015 in den U.S.A. 16.000 Personen durch die Hand eines anderen Menschen. Die Aufklärungsquote in Deutschland liegt bei Morden zur Zeit bei 93,2 %, wobei jedoch nicht jeder Mord registriert und die Dunkelziffer deswegen entsprechend höher sein wird. Bei Herzversagen aufgrund eines Giftmordes beispielsweise, kann die Tat durchaus unentdeckt bleiben und auf dem Totenschein steht dann „eines natürlichen Todes verstorben“.

Gewalt ist eine elementare Kraft im Menschen. Ohne Aggressivität und die Fähigkeit zu Gewalt, wäre die Menschheit wahrscheinlich schon lange ausgestorben. Ebenso begleitet uns Gewalt seit vielen Jahren in unserem Kulturgut. Wir wachsen also quasi damit auf.

Ganz vorne in der Liste steht das Älteste Buch der Welt „Die Bibel“. Der erste uns bekannte Mörder ist Kain, der seinen Bruder Abel erschlug, weil Gott dessen Opfer als gnädiger angesehen hat. Neid und Missgunst stehen auch heute noch in der Statistik der Mordmotive an 1. Stelle.

Unsere deutschen Volkslieder enthalten Gewalt, Mord und Totschlag und auch die Märchen der Gebrüder Grimm, die in den Jahren 1812 – 1858 herausgegeben wurden sind eigentlich, wenn wir ehrlich sind, für Kinder absolut ungeeignet. Auch in den Zeichentrickfilm-Serien wie „Tom und Jerry“, „Donald Duck“ „Roadrunner“ u.v.m., mit denen ich aufgewachsen bin, wurde Gewalt verherrlicht und als etwas normales dargestellt.

Heute spielen unsere Söhne EgoShooter wie „Counter Strike“ und „Call of Duty“, vor vielen Jahren sind junge Männer mit erhobenen Waffen und einem „Hurra“ auf den Lippen auf die Schlachtfelder der Weltkriege gestürmt. In beiden Fällen ist es vermutlich eher das Gefühl von Macht und Stärke, dass das Töten begleitet.

Eine Studie der Estación Experimental de Zonas Áridas und der Universität in Granada hat sich damit beschäftigt, inwieweit Mord aus Sicht der Evolution eine Rolle spielt.

Wir fanden heraus, dass tödliche Gewalt unter Menschen einen evolutionären Ursprung hat, aber von ökologischen und kulturellen Faktoren reguliert werden kann.“ Das heißt also, dass wir den Drang uns gegenseitig zu töten in uns tragen, die Entwicklung von Kultur und Gesellschaften diese tödliche Gewaltbereitschaft aber verändert hat.

Dass wir nicht alle täglich mordend durch die Straßen ziehen, liegt also zum großen Teil an unserer Kultur und natürlich auch an unseren sozialen Einflüssen wie Erziehung, das Milieu in dem wir aufwachsen, dem familiären Umfeld, dem Freundeskreis mit dem wir uns umgeben und nicht zuletzt an der Fähigkeit, uns in bestimmten Situationen selbst zu beherrschen.

Wenn wir ehrlich sind, so hatte sicherlich fast jeder von uns schon einmal Mordgedanken. 🙂

Jeder zweite Mensch hat schon Minimum
einmal an Mord gedacht!
Fragen Sie mal Eheleute …!

(Stefan Wittlin, *1961)

Es gibt Aussagen darüber, dass die Androhung von Strafe in Deutschland sehr viel mehr Straftaten verhindert, als es Therapien jemals könnten. Also auch der Blick auf die zu erwartenden Folgen, lässt die eine oder andere Straftat schon im Gedankenansatz verpuffen.

Die klassischen Mordmotive der heutigen Zeit sind:

  • Neid
  • Macht, Geld und Einfluss
  • Rache
  • Eifersucht
  • Liebe, Wut und Hass
  • Angst
  • Störung des Selbstbildes (z. B. Minderwertigkeitskomplexe)
  • religiöser Fanatismus
  • psyschiche Störungen

Gewaltforscher sagen aus, dass fast jeder Mord eine Vorgeschichte hat. Der Täter, der jahrelang selbst Opfer war (Mobbing, sexuelle Gewalt) und irgendwann selbst nur noch explodieren kann oder der Ehepartner, der es nicht mehr ertragen kann belogen und betrogen zu werden.

Ein Zitat – von mir leicht abgewandelt:

Der eine Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, war meist gar nicht der eigentliche Grund für die Tat – sondern die vielen Tropfen davor.

Wirft man heutzutage einen Blick in die Diskussionen in den Sozialen Netzwerken, dann kann man sehen, dass sehr viele normale Menschen ihre Hemmschwelle, zumindest verbal, sehr sehr schnell fallen lassen, dazu braucht es gar nicht mal viel.

Würden diese Menschen, wenn sie einem Täter gegenüberstehen, den letzten Schritt wagen oder eher doch nicht??

Man denke an den Fall Marianne Bachmeier, die 1981 im Saal des Landgerichtes Lübeck den Mörder ihrer 7jährigen Tochter mit 6 Schüssen tötete. Mit Sicherheit war Marianne Bachmeier keine klassische Mörderin und wäre es auch wahrscheinlich nie geworden. Es waren die Umstände, die sie dazu gemacht haben.

Ein gewisses Maß an Gewalt steckt in uns drin, ob wir wollen oder nicht.
Ob wir zum Mörder werden, entscheidet sich vielleicht in Sekundenbruchteilen.
Es braucht nur den richtigen Auslöser zur richtigen Zeit.

Quellen:
http://www.Statistika.com
www.Zeit.de
www.focus-online.de
www.galileo.tv
www.google.de

„Ich schenke Dir den Tod“ – Ralf Gebhardt
edition Oberkassel

welches Du
– wahlweise als eBook oder als Printausgabe –
hier gewinnen kannst.

Wenn Du das Buch gewinnen möchtest,
hinterlasse mir einfach einen Kommentar
und Dein Name wandert in den Lostopf.

Ende des Gewinnspiels ist der 12.12.2017, 23.59 Uhr.

Teilnahmebedingungen:

Du musst mindestens 18 Jahre alt sein oder das Einverständnis Deiner Erziehungsberechtigten besitzen.

Es muss uns möglich sein, Dich zu kontaktieren.
Du musst damit einverstanden sein, dass dein Name im Fall eines Gewinns veröffentlicht wird.

Eine mehrfache Teilnahme ist ausgeschlossen.
Der Rechtsweg ist ebenfalls ausgeschlossen.

Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Wir übernehmen keine Haftung für den Verlust des Gewinns auf dem Postweg.

So, nun wünsche ich Dir viel Glück und immer eine gute Körperbeherrschung. 😀

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Mittendrin Mittwoch #63

Mittendrin Mittwoch

Diese Aktion wurde von elizzy91 von READ BOOKS AND FALL IN LOVE erstellt.

Beim „Mittendrin Mittwoch“ geht es um Zeilen aus dem Buch/den Büchern, in denen man gerade drinnensteckt.

In welchem Buch liest du gerade?

Ich stecke gerade in 2 Büchern.


Klappentext:

Caitir ist eine junge Frau, die in der Siedlung an der Westbucht (Skara Brae) lebt, soll mit einem Mann des Adlerclans verheiratet werden. Sie wurde zwar bei den Priestern ihres Clans ausgebildet, wartet jedoch schon seit langer Zeit auf ihre Vision, die sie zu einer Steinweisen machen wird. Sollte diese letzte Prüfung misslingen, wird es in den Augen ihres Vaters Zeit, endlich mit Brork vom Adlerclan eine Familie zu gründen, obwohl dieser Clan einen seltsamen Totenkult betreibt und Caitir ihn abstoßend findet.

Andrew ist ein vom Job gelangweilter Reiseleiter in Schottland. Er ist genervt von Touristen, die sich alles andere als ernsthaft für die Geschichte des Landes interessieren. Archäologie, Steinkreise und andere Relikte aus alter Zeit faszinieren ihn, und so unterhält er sich nach Feierabend mit Archäologen, die am Ness of Brodgar, dem Herzen des neolithischen Orkney, Ausgrabungen durchführen. Die ihm sympathische Archäologin Dianne berichtet von dem, was sie Anhand der Grabungen über die Menschen der Steinzeit herausgefunden haben.

Nach ihrer vermeintlichen Vision erkundet Caitir die Insel, trifft auf die Welt unserer Zeit, mit der sie nichts anfangen kann. Ihre Siedlung ist zerstört, und sie hält Andrew für den Schuldigen, den sie deswegen zu töten versucht.

Das letzte Werk von Aileen P. Roberts und nicht nur deswegen eine Ode an die phantastische Literatur.

Der Krieger aus dem Adlerclan hatte zwanzig Ahnenfeste erlebt, zwei Frauen gehabt, neun Kinder gezeugt, von denen noch fünf lebten. Seine letzte Gemahlin war im vergangenen Frühling gestorben. Viele munkelten, er hätte sie umgebracht, wenn auch auf ihren eigenen Wunsch hin, da sie ihm keine Nachkommen hatte gebären können.

„Winterfeuer“ – Aileen P. Roberts / Stephan Lössl
21/418 eBook
Leserunde bei Lovelybooks


Klappentext:

Als Florence durch das Eis bricht und in das kalte Wasser des Bergsees sinkt, hätte es der letzte Tag im Leben der Musicaldarstellerin sein können. Doch der junge Arzt Martin holt sie zurück ans Ufer. Es ist der Beginn einer Liebesgeschichte, umgeben von den Schicksalen, Wünschen und Geheimnissen einer Dorfgemeinschaft in den Bergen der französischen Schweiz. Dort leben auch Zoé, das kleine Mädchen, um das sich Florence liebevoll kümmert, und dessen Mutter Claire, deren Hoffnungen auf ein eigenes Hotel scheiterten.

Zwischen Martin und Florence liegt ein unausgesprochenes Geheimnis, das in ihre persönliche Vergangenheit zurückreicht. Noch kennt er nicht den wahren Grund für ihren Tanz auf dem Eis, und sie weiß nichts von seinem schweren Schicksal.

Meisterhaft verwebt Noa C. Walker die Leben und Träume ihrer Figuren miteinander – einfühlsam, dramatisch und auf höchstem Niveau.

 

Sie erreichten den Sessel, und Harald klatschte ihnen begeistert zu. „Ich lerne von Ihnen, Harald, nicht Sie von mir“, sagte Florence zu ihrem Zuschauer in Anknüpfung an das kurze Geplänkel zuvor. „Ist es nicht immer ein Geben und Nehmen?“ „Nein.“ Ihr Widerspruch war laut. Zu laut. Sie hatte diesem Mann in dem dunklen, schmutzingen Raum nichts, aber auch gar nichts geben wollen. Er hatte sich einfach nur genommen. Ihre Schritte stoppten, sie trat zurück, fort von Martin. 

Der Tanz unseres Lebens – Noa C. Walker
Position 3362/65 % eBook
Leserunde bei Leserunden.de


Was liest Du gerade und wie sehen deine nächsten Zeilen aus?

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[Über den Weg gelaufen] Schneekristalle

„Wir Menschen sind wie die Schneekristalle“, fuhr der Mann leise fort, als spräche er nicht zu Florence, sondern zu den frostigen Flocken. „Oberflächlich betrachtet sehen wir alle gleich aus, werden geboren, schweben durch unser Leben, manchmal von heftigen Boen geschüttelt, werden ganz woanders hingetrieben, als wir uns das eigentlich vorgestellt hatten, und schließlich sterben wir. Bei näherer Betrachtung sieht man jedoch die filligrane Einzigartigkeit. Bei jeder Schneeflocke, bei jedem Menschen“.

Noa C. Walker – Der Tanz unseres Lebens
Position 2022 (39%)

Über den Weg gelaufen – Wörter, Sätze und Gedanken, die mir über den Weg gelaufen sind – in mich hinein geknallt und nicht mehr aus meinen Kopf wollten. Wörter aus Lieder, Sätze aus Bücher, ausgesprochene Gedanken anderer Menschen, flüchtig gesagte Worte, schwarz auf weiss Geschriebenes – alles mitten aus dem Leben.

Die Aktion ist von Nanacara und ich darf sie freundlicherweise auch auf meinem Blog durchführen.

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