[Blog-Tour HomBuch] Autorenvorstellung Christina Korb-Völke

HomBuch

illusoria

Hallo Christina,

ich freue mich, dass ich Dich und Deinen Debüt-Roman
„ Illusoria: Wenn der Feuervogel erwacht“

im Rahmen der Blog-Tour zur diesjährigen 5. HomBuch
– der Homburger Buchmesse 2015–
auf meinem Blog vorstellen darf.

Christina

Ich wurde am 24. Februar 1981 in Saarbrücken geboren. Hier lebe ich auch. Nach meinem Abitur am Gymnasium Marienschule in Saarbrücken studierte ich Germanistik und Musikwissenschaft an der Universität des Saarlandes. Inzwischen arbeite ich als freie Journalistin für verschiedene Medien, unter anderem für m-content und die Saarbrücker Zeitung.

Dein Buch handelt von der Elfenprinzessin Kiomi, die in ihrem Turm im Land Illusoria den ganzen Tag nix anderes zu tun hat, als zu spielen und zu singen. Deswegen schickt ihre Feen-Freundin Entêté sie in die Menschen-Welt. Dort trifft sie auf Thomas, seine Freundin Kate und Anna und mischt die Welt der Menschen ganz gewaltig auf.

Wie entstand die Geschichte um Kiomi und ihre Abenteuer?
Gibt es etwas, dass Dich dazu inspiriert hat – oder wie hat sich die Idee zu „Illusoria“ entwickelt?

Oft sind es ganz alltägliche Dinge, die mich zum Schreiben inspirieren. Das kann ein guter Song, ein Buch oder ein Bild sein – in diesem Fall waren es einige Märchen und der Garten vor meiner alter Studentenwohnung. Meine Wohnung war ein wenig abgeschottet, ein Hinterhaus mit nur drei Ein-Zimmer-Wohnungen und einer Werkstatt im Erdgeschoss. Das Ganze hatte irgendwie etwas Romantisches: ein bunter Altbau, mit Farbe aus den 70ern, die Dusche in der Küche (!) und dann eben dieser kleine, verspielte Garten, in dem immer eine Nachbarin herum werkelte und manchmal fragte, was ich eigentlich so mache. Der Garten hatte etwas Beruhigendes und Verspieltes – und war für mich, das verträumte Studentinnen-Kind, der Startschuss für meinen Roman.

Wer ist Dein Lieblings-Protagonist und wenn ja, warum ist er/sie Dir besonders ans Herz gewachsen?

Das ist schwer zu sagen. Das klingt vielleicht abgedroschen, aber mir sind alle Figuren irgendwie ans Herz gewachsen: Kiomi, das ewige Kind mit dem musikalischen Talent, Anna, die Fürsorgliche; Kate, die Kämpferin; Thomas, der Diplomat … Die Protagonisten sind quasi meine „Babys“. Am ehesten identifizieren kann ich mich allerdings mit Anna. Anna, ein wenig chaotisch und oft zu brav, die für Thomas anfänglich einfach nur „die nette Anna“ ist, mit der man über alles reden kann, während Kate genau das hat, was ihm fehlt: überschäumendes Temperament und Durchsetzungsvermögen. Kate ist sicherlich die interessantere, komplexere Persönlichkeit, ich tröste mich aber damit, dass Anna netter ist. 😉

Ist einer Deiner Protagonisten total anders geraten, als er eigentlich von Anfang an geplant war? Also Du möchtest einen Bösewicht kreieren und heraus kommt ein netter und umgänglicher Kerl oder anders herum weil er/sie irgendwie im Laufe der Geschichte ein Eigenleben entwickelt hat dem Du Dich nicht entziehen konntest?

Na ja, Kate sollte ursprünglich etwas fieser sein, aber die Geschichte lief während des Schreibens plötzlich ganz anders in meinem Kopf ab und ich entschloss mich, sie zu einem Feuervogel werden zu lassen, damit sie innere Stärke gewinnt, die sonst eigentlich eher vordergründig ist.

Hast Du eine Lieblingsstelle im Buch? 

Ich mag die Stelle im Konzert, wenn Kiomi zur Bühne gerufen wird, aber auch Annas wegweisende Unterhaltung mit Entêté.

Wie lange hat es gedauert von der ursprünglichen Idee bis zur Fertigstellung?
War das eher ein Schnellschuss oder doch monate- oder gar jahrelange Arbeit? 

„Illusoria – Wenn der Feuervogel erwacht“ war ein Langzeitprojekt. Ich habe während meiner Studienzeit angefangen, daran zu arbeiten. Damals war ich aber selbst noch ein halbes Kind und stellte nach ein paar Seiten fest, dass ich mich vielleicht doch erst mal auf meinen Abschluss konzentrieren sollte. Nachdem ich beruflich Fuß gefasst hatte, habe ich dann 1,5 Jahre kontinuierlich daran gearbeitet. Mir ist es auch lieber, es dauert etwas länger und hat Substanz. Es gibt bestimmt Profis, die routinemäßig sehr schnell schreiben. Es ist zwar mein erstes Buch und sicherlich verbesserungsfähig, aber ich bin auch als Kritikerin tätig, und es gibt viele gute Bücher, aber kein perfektes Buch. Ich arbeite momentan an meinem zweiten Roman und sehe mich noch als „Fortgeschrittene Anfängerin“, aber jeder hat schließlich mal angefangen.

Was ich schon immer wissen wollte und mich noch nie zu fragen getraut habe – woher bekommen die Protagonisten in Fantasy-Romanen ihre Namen?

Entêté zum Beispiel ist ja kein Name, der einem einfach so einfällt …. oder doch?
Wie entstanden die Namen zu Deinen Figuren?

Das ist von Autor zu Autor unterschiedlich. Ich habe den Figuren in meinem Roman zum Teil „telling names“ gegeben, also Namen, die den oder die Protagonisten in irgendeiner Art und Weise kennzeichnen. Thomas zum Beispiel ist in der Bibel der ewig zweifelnde Jünger Jesu. Da mein Protagonist eine relativ unsicherer Figur ist, der auch eher an Fakten als an Hokus Pokus glaubt, habe ich ihn Thomas genannt. Kiomi und Entêté dagegen stammen aus einer Fantasiewelt, daher sollten sie auch Namen besitzen, die irgendwie fantastievoll klingen. Entête ist darüber hinaus zwar hilfsbereit, aber auch selbstgerecht. Also habe ich ihr als Namen die französische Bezeichnung für „eigensinnig“ gegeben.

Wenn Du Zeit hast selbst ein Buch zu lesen – liest Du dann auch gerne Fantasy oder in welchem Genre hältst Du Dich auf?

Ich lese eigentlich alles, was mich irgendwie interessiert, dabei achte ich nicht so sehr auf das Genre. Allerdings lasse ich die Finger von Horror-Geschichten, das ist nicht so mein Ding.

Du machst Urlaub auf einer einsamen Insel und darfst nur 3 Dinge mitnehmen. Was würdest Du wählen? 

Meinen Mann, ein Buch und gute Musik.

Letzte Frage:
Gibt es schon Zukunftspläne in Bezug auf ein weiteres Buch von Dir?
Vielleicht eine Fortsetzung von „Illusoria“ oder etwas ganz neues, anderes?

Wie gesagt, ich schreibe gerade an meinem zweiten Roman, dabei handelt es sich aber nicht um eine Fortsetzung. „Illusoria“ ist ein abgeschlossenes Buch.

Liebe Christina, ich bedanke mich ganz herzlich für die Zeit, die Du mir und meinen Fragen gewidmet hast.

Wir sehen uns auf der HomBuch und ich wünsche Dir für Dein Buch jede Menge begeisterte Leser.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Autorenvorstellung, Blog-Tour(en), Fantasy, HomBuch 2015 abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu [Blog-Tour HomBuch] Autorenvorstellung Christina Korb-Völke

  1. daisyandbooks schreibt:

    Hat dies auf Daisy and Books rebloggt und kommentierte:
    Heute ist die HomBuch Blogtour zu Gast bei „Bücher sind fliegende Teppiche“ mit einem tollen Interview von Autorin Christina Korb – Völke

    Gefällt mir

  2. Pingback: Interview mit Elke Schwab – Benjamin Spang

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s