Bis alle Schuld beglichen (Alexander Hartung)

bis alle schuld beglichen

Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: Amazon Publishing (13. Mai 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1477824650
ISBN-13: 978-1477824658

An einem Sonntagmorgen werden Jan Tommen und seine Freundin Betty von Jans Kollegen der Berliner Mordkommission aus dem Bett geklingelt. Er steht unter dringendem Tatverdacht, die Beweislage ist eindeutig: Sein Auto wurde am Tatort gesehen, die Tatwaffe ist mit seinen Fingerabdrücken übersät und seine DNA wurde am Opfer gefunden. Bei dem Toten handelt es sich um Richter Georg Holoch, der Jan vor Jahren wegen Körperverletzung im Dienst verurteilte. Damit gibt es auch ein Motiv

Jan hat keinerlei Erinnerung an den Vorabend. Dem erfahrenen Mordermittler bleibt nichts anderes übrig, als aus der Untersuchungshaft zu fliehen und abzutauchen. Er muss auf eigene Faust nach dem wahren Täter suchen. Der befreundete Geldeintreiber Chandu, die Forensikerin Zoe und der spätpubertierende Computer-Freak Max helfen ihm dabei.

Der Mörder hat gerade erst damit begonnen, seine schrecklichen Pläne in die Tat umzusetzen…

Rezension_flower-4

Eine große Schuld muss beglichen werden ….

Jan Tommen, Polizeibeamter der Berliner Mordkommission, und seine Freundin Betty liegen noch im Bett als eines sonntagsmorgens seine Kollegen an der Türe klingeln und Jan verhaften. Er steht im dringenden Tatverdacht am gestrigen Samstag einen Mord begangen zu haben.

Die Beweislast ist eindeutig – sein Auto stand vor dem Haus des Mordopfers, seine Fingerabdrücke befinden sich auf der Tatwaffe, seine DNA wurde am Tatort gefunden und an seinem Hemd, das er aktuell gerade trägt, kann Blut des Opfers nachgewiesen werden.

Bei dem Toten handelt es sich um den Richter Georg Holoch. Vor Jahren hat dieser Jan wegen Körperverletzung im Dienst verurteilt. Somit hätte Jan auch ein Motiv.

Jans größtes Problem – er hat keinerlei Erinnerung an den Abend davor, an dem der Mord geschehen sein soll. Eine Verurteilung wegen Körperverletzung im Dienst, deswegen bringt man doch niemanden um ….. und schon gar nicht Jahre später …… oder ??

Mein Fazit:

Nachdem die Kollegen Jan verhaftet haben, er von seinem Vorgesetzten verhört wurde und in die Untersuchungshaft überstellt werden soll, sieht Jan nur eine Möglichkeit: Flucht

Mein 1. Gedanke war „Oh nee, jetzt macht er alles noch schlimmer als es eh schon ist“. Der 2. Gedanke dann war, daß Jan gar keine andere Möglichkeit hat als zu flüchten wenn er selbst aufklären möchte was passiert ist und wer den Richter tatsächlich umgebracht hat. Sein Vorgesetzter glaubt ihm, daß er mit dem Mord nichts zu tun hat, sein Kollege und Abteilungsleiter glaubt an Jans Schuld.

Jan bittet seinen Freund Chandu um Hilfe und schlüpft erst mal bei ihm unter, seine eigene Wohnung wird ja überwacht. Die Forensikerin Zoe, die den Mordfall an Richter Holoch untersucht, glaubt auch nicht an Jans Schuld und gibt ihm unter der Hand Hinweise aus den Ermittlungsakten. Max, ein langjähriger Freund und Computer-Freak hackt sich für Jan in den Kripo-Server – und schon steht das willkürlich zusammengewürfelte Ermittler-Team.

Die 4 arbeiten systematisch und kommen mit ihren Ermittlungen auch gut voran aber immer wenn sie denken sie haben das letzte Puzzleteilchen gefunden – passiert der nächste Mord.

Da ich nicht so der Krimi-/Thriller-Leser bin, funktionierte meine Spürnase nicht so gut wie die meiner Leserunden-Teilnehmer und als der Mörder endlich dingfest gemacht werden konnte, war ich tatsächlich überrascht.

Das „Ermittler-Team“ gefällt mir sehr gut.

Jan – als falscher Verdächtiger fliegen ihm direkt alle meine Sympathien zu.

Der ehemalige afrikanische Geldeintreiber Chandu mit seiner Ruhe und Gelassenheit und seinen Kontakten zur Unterwelt (und wie Zoes Sprüche an ihm abprallen 🙂 )

Zoe, die sich eher burschikos gibt und die 3 Männer in ihrem Umfeld permanent wegen irgend etwas anblafft. Sie gefällt mir eigentlich am besten und ich hab ihre Sprüche richtiggehend genossen.

Und nicht zuletzt Computer-Freak Max, in dessen Wohnung die Fenster mit Alufolie verklebt sind (weil die CIA überall ist), der sich von Pizza und Cola ernährt, Körperpflege aber eher für Nebensächlichkeiten hält.

Ich fand dieses Buch richtig spannend und konnte nicht mehr aufhören zu lesen bis ich wusste wer der Mörder ist. Über alle 287 Seiten fühlte ich mich richtig gut unterhalten.

Abschließend noch ein Zitat von Nietzsche (Seite 202):

„Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehen, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abrund auch in dich hinein“.

Der 2. Fall für Jan Tommen und sein Team ist am 15.07.2014 erschienen und den werde ich mir ganz sicher nicht entgehen lassen.

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Eine Antwort zu Bis alle Schuld beglichen (Alexander Hartung)

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