Jenseits des Karussells (Ju Honisch)

karussell

Die Helden von Das Obsidianherz und Salzträume gehen in die nächste Generation!

München 1867. Wenn man siebzehn ist, sollte das Leben weitaus mehr Spaß machen als das Cattys. Statt Bälle und Romanzen bestimmen Alpträume und Verfolgung ihr Dasein. Niemand außer ihr ahnt die Gefahr. Niemand hört ihr zu – und sie selbst ist möglicherweise längst nicht mehr zu retten. Sehr viel angenehmer ist das Dasein Thorolf Treynsterns, eines jungen Künstlers und Bohemiens mit interessanten Freunden, der sich um nichts Sorgen machen muss – denkt er. Doch dann tritt das Grauen in sein Leben, und mit einem Mal ist nichts mehr, wie es war. Nicht er selbst, nicht die Welt, wie er sie kannte und auch nicht das Mädchen, das er retten wollte. Zusammen mit seinem Mitbewohner Ian McMullen, einem Studenten des Arkanen, wird Thorolf Teil eines Schachspiels zwischen Mächten, die weit über das menschliche Fassungsvermögen hinausgehen.

Broschiert: 832 Seiten
Verlag: Feder & Schwert; Auflage: 1., Auflage (8. Oktober 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3867620776
ISBN-13: 978-3867620772

Da ich keine Ahnung habe wie man eine Rezension schreibt, wird das auch keine – es wird einfach mein zusammengefasster Eindruck.  Es war meine 1. Leserunde, im Forum und überhaupt und ich muss sagen, es hat mir gefallen.Das Buch von Ju hatte ich mir anhand des Klappentextes ausgesucht. Ich bin nicht sehr belesen im Genre „Phantastik“ (das sagte mit Tante Google) aber ich dachte mir „warum nicht?“.
Dann habe ich auch noch in der Verlosung gewonnen und vom Verlag ein Exemplar zur Verfügung gestellt bekommen, für das ich mich hier noch einmal ausdrücklich bedanken möchte !!Obwohl ich kein Spinnenfan bin, gefällt mir das Cover des Buches und ich wartete gespannt auf den Start der Leserunde am 21.09.

Im Vorfeld wurde hier im Forum geschrieben, daß es nicht notwendig ist die beiden vorhergehenden Bücher zu kennen, aber vielleicht wäre es doch von Vorteil gewesen diese gelesen zu haben? Das werde ich nun leider nicht mehr herausfinden, ob ich mich vielleicht etwas leichter getan hätte einen Einstieg zu finden wenn ich Vorkenntnisse gehabt hätte über den Einen oder Anderen Character.

Auf den ersten Seiten, genauer die erste Einteilung der Leserunde bis S. 89, hab ich mich sehr schwer getan einen Einstieg zu finden. Und ich muss gestehen, daß ich das Buch vermutlich nicht gekauft hätte, hätte ich im Buchladen auf den ersten paar Seiten schmökern dürfen. Die Gespräche zwischen der Spinne und der Macht sowie der Damenkreis waren anfangs für mich überhaupt nicht zuzuordnen, aber ich hab tapfer weitergelesen und es hat sich gelohnt.

Die Haupt-Charactere und ihre Geschichten wurden sehr schön beschrieben und es fiel mir sehr schnell sehr leicht auseinanderzuhalten wer wer ist. Ich hab schon Bücher gelesen bei denen ich permanent am überlegen war „Wer war jetzt das schon wieder und welche Rolle spielte er/sie?“. Das hatte ich bei diesem Buch nicht. Die Charactere waren so in Scene gesetzt, daß es mir leicht fiel meine Sympathie oder Antipathie an die richtigen Leute zu vergeben.

Auch fand ich die Zeit in der das Buch spielt, 1867 in München, sehr gut umgesetzt. Wie die Menschen damals gesprochen haben, wie das Verhältnis von Mutter zu Sohn war, und überhaupt das ganze zwischenmenschliche Miteinander fand ich sehr treffend beschrieben. Ich konnte mich gut in die Zeit zurückversetzen.

„Jenseits des Karusells“ war für mich persönlich jetzt nicht ein Buch, das man unbedingt in einer Nacht durchlesen muss weil man es nicht mehr aus der Hand legen kann vor Spannung. Aber Ju hat es schon verstanden mich zu fesseln um herauszufinden was die Spinne und die Macht denn nun eigentlich wollen, welche Wege sie dafür gehen und was Catty, Ian und Thorolf und die anderen Darsteller alles erleiden müssen bis dahin.

Das Ende der Geschichte fand ich sehr schön – bis auf die Tatsache, daß die vielen Damen des Damen-Zirkel es dann doch noch geschafft habe mich wuschig zu machen wer denn nun wer ist und welche Rolle in dieser Scene spielt.

Alles in allem kann ich zusammenfassend sagen: Ich hätte ein sehr gutes Buch verpasst wenn ich nicht hier mitgelesen hätte. Und es war garantiert nicht mein letztes Ju Honisch-Buch.

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